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Programme
„Klinik“ heißt in Ghana eine Gesundheitsstation, in der medizinisches Personal, aber keine Ärztinnen und Ärzte arbeiten. Die Evangelisch-Presbyterianische Kirche betreibt landesweit neun Kliniken, eine ist in Ho.
Wisdom Agbayisah arbeitet seit 2021 in der Gesundheitsstation in Ho, seit 2023 ist er der Leiter. Der Krankenpfleger hat mehrere Zusatzausbildungen absolviert - auch am College - und ist inzwischen „Physician Assistant“, also ärztlicher Assistent. „Im Vergleich zum Krankenhaus haben die Patienten und Patientinnen kürzere Wartezeiten“ erzählt er. „Und wir gehen mit ihnen persönlicher, zugewandter um. Auch, weil wir eine kirchliche Einrichtung sind. Übrigens die einzige in Ho.“
Die Gesundheitsstation bietet allgemeine medizinische Hilfe an, ebenso wie Augenuntersuchungen, Familienplanung, Geburtsvorbereitung und -begleitung und die Behandlung von Kindern. Pro Tag kommen durchschnittlich 25 Kranke, 750 im Monat. Die meisten leiden an Malaria, Atemwegsproblemen, Bluthochdruck, Magengeschwüren, Arthritis und Anämie (Blutarmut).
Seit einigen Jahren ist ein Schwerpunkt der Klinik in Ho die Behandlung von psychischen und neurologischen Krankheiten. Die Bandbreite ist groß: Depressionen, Ängste, Epilepsie. Inzwischen haben auch die Fälle, die auf Drogenmissbrauch zurückzuführen sind, zugenommen. Die Patient:innen bekommen neben psychotherapeutischer Begleitung Rezepte für verschreibungspflichtige Medikamente, die sie allerdings nur so lange einnehmen, wie sie sich die Kosten leisten können. „Wir hoffen immer, dass das reicht. Aber was sollen wir machen?“, meint Wisdom Agbayisah. „Große Sorgen macht uns in letzter Zeit auch die steigende Zahl der Selbsttötungsversuche an weiterführenden Schulen. Als Gründe werden vor allem Lernprobleme genannt, zum Beispiel mangelnde Unterstützung bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten.“ Die Zahl der Behandlungen bei Schülerinnen und Schülern, die im Internat leben, steige vermutlich deshalb so stark, weil Psychosen und Schizophrenie bei engem Zusammenleben schneller auffallen, so der Klinik-Leiter. In der Internatsschule Mawuli Senior High School stellt das Team der Gesundheitsstation deshalb jedes Jahr während der Orientierungswoche ihr Angebot in Form von „Mental Health Talks“ vor.
„Wir haben schon einige Möglichkeiten hier“, meint Agbayisah. „Aber wir müssten dringend unser Labor verbessern, die Geburtsräume ausbauen und Unterbringungsmöglichkeiten für unsere Beschäftigen schaffen. Das würde allen helfen.“
Krankenhausseelsorge / Togo
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