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Programme
Für die Gesundheit ist sauberes Trinkwasser ganz entscheidend. Die Evangelisch-presbyterianische Kirche in Ghana informiert daher ihre Gemeinden über eine wirksame und einfache Methode, keimfreies Wasser herzustellen.
„Warum ist verschmutztes Wasser so gefährlich?“, fragt Edem Assafo in die Runde. Er spricht mit den Bewohnerinnen und Bewohnern eines Dorfes, um ihnen den Zusammenhang von Hygiene und Krankheiten zu erläutern. Der Mitarbeiter von EPDRA, der Entwicklungsorganisation der Kirche, hat sich in den letzten Jahren auf das Thema Wasser konzentriert. Genauer gesagt auf SODIS.
SODIS ist die Abkürzung für Solar Water Disinfection. Eine einfache, aber effektive Methode, um Wasser zu reinigen, die von einer Universität in der Schweiz entwickelt und wissenschaftlich geprüft wurde. Dabei werden PET-Flaschen zu etwa drei Vierteln mit Wasser gefüllt und geschüttelt. Dadurch nimmt das Wasser Teile des Sauerstoffs auf, der sich in der Flasche befindet. Danach wird die Flasche vollständig aufgefüllt und – je nach Wetter – sechs Stunden bis zwei Tage in die Sonne gelegt. Im Gegensatz zu Glas lässt PET das UV-Licht der Sonne durch, und das Wasser wird durch das Zusammenwirken von UV-Strahlung und einer Wassertemperatur von 50 Grad fast vollständig von Keimen befreit. SODIS wird inzwischen von mehr als 2 Millionen Menschen in über 20 Ländern für die Aufbereitung von Trinkwasser genutzt.
Edem Assafo ist inzwischen dabei, der Dorfbevölkerung die Folgen von verunreinigtem Trinkwasser zu schildern: „Bei Typhus hat man wochenlang Fieber und starke Kopf- und Gliederschmerzen. Cholera zeigt sich durch heftigen Durchfall und Erbrechen. Durch den Flüssigkeitsverlust kommt es zu schweren Kreislaufproblemen, die zum Tod führen können.“ Der 45-Jährige versucht seit einigen Jahren, so viele Menschen wie möglich mit dem Programm zu erreichen. An der Umsetzung beteiligen sich auch Schulen. Manche Dorfbewohner:innen bleiben skeptisch, erzählt er. Sie bevorzugen technische Lösungen, am liebsten würden sie in ihren Dörfern Brunnen bohren lassen. „Auch ich sehe SODIS nur als Zwischenlösung an, aber Brunnen sind sehr teuer“, meint Assafo. „Die SODIS-Methode kostet auch Geld für die Beschaffung der PET-Flaschen und den Unterhalt des Motorrads, mit dem ich in die Dörfer fahre. Aber das ist im Vergleich natürlich deutlich günstiger.“
Einen Erfolg kann Edem Assafo auf jeden Fall für sich verbuchen. In einigen Gegenden wird er statt mit seinem Namen mit „Sodis“ angesprochen.
Krankenhausseelsorge / Togo
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