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Das Hoffmann Vocational Institute in Ho/Ghana: MP 2707

Endlich eine Perspektive

Die Evangelisch-Presbyterianische Kirche in Ghana bietet Mädchen und jungen Frauen in einer schwierigen Lebenssituation eine Zukunftsperspektive. Sie bekommen im Hoffmann Vocational Institute eine Basisausbildung und lernen Möglichkeiten kennen, wie sie im Anschluss selbst Geld verdienen können.

Rita Etornam Ahadzi ist 54 Jahre alt und hat einen Bachelor in Modedesign und Textilgestaltung. Lange Zeit war sie schon im schulischen Bereich tätig, bevor sie vor drei Jahren die Leitung der Hoffmann Berufsschule übernahm. Die Einrichtung wurde 1998 von Brigitte Hoffmann, einer Wilhelmshavenerin, gegründet, und nach ihrem Tod nach ihr benannt.

„Hier werden Mädchen und junge Frauen unterrichtet, die woanders keine Chance hätten“, sagt Rita Ahadzi. „Sie sind Schulabbrecherinnen, viele von ihnen sind Teenage Mothers, also sehr junge Mütter und fast immer alleinstehend. Ich möchte sie dabei unterstützen, Wissen und Fähigkeiten zu erlangen, um auf eigenen Füßen zu stehen und verantwortungsvolle Erwachsene zu werden.“ Zurzeit hat die Berufsschule 40 Schülerinnen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren. Sie holen hier viel von dem nach, was sie durch den Schulabbruch versäumt haben. Vor allem Mathematik, Englisch und Sozialkunde. Darüber hinaus erlernen sie Fähigkeiten, um sich ihren Lebensunterhalt in Zukunft selbst zu verdienen. Dazu gehören Batiken, Nähen, Kunsthandwerk, Kochen und Catering. Die Teilnahmegebühren sind relativ gering. Trotzdem können nicht alle das Schulgeld aufbringen, so dass die Berufsschule zukünftig gern Stipendien vergeben würde.

„Ich bin sehr glücklich, wenn ich sehe, wie die jungen Frauen nach dieser Ausbildung ihren Weg gehen“, erzählt die Leiterin. „Mavis zum Beispiel. Sie absolvierte weitere Fortbildungen und ist nun in einer Schule als Assistentin tätig. Oder Portia, die erst vor kurzem ihren Abschluss bei uns gemacht hat und jetzt in einem Restaurant arbeitet.“

Zum Hoffmann Vocational Institute gehört auch ein Hostel, wo diejenigen wohnen können, die nicht aus Ho kommen. Ursprünglich lag es weit entfernt von der Berufsschule. Jetzt konnte ein anderes Gebäude direkt auf dem Gelände dafür umgebaut werden. Die Eröffnung steht kurz bevor. „Das ist eine gute Entwicklung“, meint Rita Ahadzi. „Außerdem werden unsere Abschlüsse inzwischen auch vom ghanaischen Staat mit einem höheren Level bewertet. Das erhöht die Bewerbungschancen unserer Absolventinnen enorm.“

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