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Malaria und Typhus

Gesundheitsstation in Dzemeni/Ghana: MP 2401

Außerhalb der größeren Städte ist in Ghana die medizinische Versorgung der Bevölkerung nur schwer zu gewährleisten. Daher hat die Evangelical Presbyterian Church mehrere Gesundheitsstationen eingerichtet, in denen häufig auftretende Krankheiten behandelt werden können.

Es ist Markttag in Dzemeni und viele Menschen sind auf den Beinen. Manche wohnen direkt im Ort, die meisten kommen von außerhalb. Es wird gehandelt, gekauft und verkauft. Für das Team der „Clinic“ – wie in Ghana eine Gesundheitsstation ohne Arzt oder Ärztin genannt wird – bedeutet das mehr Arbeit als gewöhnlich.

Dzemeni liegt direkt am Volta-See, knapp 20 Kilometer von der Straße von Hohoe nach Peki entfernt. Der Markt ist einer der größten am gesamten Seeufer. In den 1990er Jahren kaufte die EP Church ein Stück Land und baute darauf eine kleine Gesundheitsstation. Inzwischen ist das Gebäude gut ausgebaut, und der Leiter der Station Larry Elorm Vivie kann auf ein gut ausgebildetes Team von Krankenschwestern und – pflegern sowie Hebammen setzen. „Der Bedarf ist da“, erzählt er. „Besonders an Markttagen. Deshalb haben wir die Klinik neuerdings auch an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr geöffnet.“ Pro Monat werden über 400 kranke Menschen behandelt. Sie leiden an Malaria, Atemwegserkrankungen, Hautkrankheiten oder schweren Durchfällen. Dazu kommt der gynäkologische Bereich. Hebammen stehen den Frauen bei durchschnittlich 20 Geburten im Monat zur Seite. Zusätzlich gibt es ein Mutter-Kind-Programm. Dabei geht es um die kindliche Entwicklung, Kinderkrankheiten und Hygienefragen. „Und natürlich führen wir auch Impfungen durch“, erzählt Vivie. „Gerade an Markttagen ist das sehr gefragt. Dann kommen Frauen mit ihren Babys nach Dzemeni,  die sonst in ganz abgelegenen Gegenden wohnen, wo es keine Möglichkeit dazu gibt.“

Zusätzlich zu der Behandlung vor Ort in Dzemeni geht eine Gruppe von zehn bis zwölf Klinik-Mitarbeitenden vier Mal im Jahr für jeweils zwei Tage in die Dörfer in der Umgebung. In einem Umkreis von bis zu zwanzig Kilometern bietet sie ihre Hilfe an. „Meistens untersuchen und behandeln wir die Menschen auf dem Dorfplatz“, berichtet der Leiter der Gesundheitsstation. „Aber wir machen auch Hausbesuche, wenn es nötig ist. Es ist erschreckend, wie häufig wir dann auf schwere Krankheiten wie Typhus oder Anämie stoßen.“ Wichtig seien auch Vorsorgeuntersuchungen. Denn viele Menschen auf dem Land haben kein Geld, um dafür nach Dzemeni zu fahren.

„Wir würden gern öfter die Behandlungen in der Umgebung anbieten“, ergänzt der 36-Jährige. „Aber wir müssen uns ja auch finanzieren. Drei Viertel unserer Mitarbeitenden werden vom Staat bezahlt, für ein Viertel müssen wir das Gehalt selbst erwirtschaften. Von der Dorfbevölkerung können wir allerdings nur minimale Gebühren erheben. Daher müssen die Behandlungen in Dzemeni, besonders an Markttagen, unser Schwerpunkt bleiben.“

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