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Eine zweite Chance

Das Hoffmann Vocational Institute in Ho/Ghana: MP 2403

Mädchen und jungen Frauen in einer schwierigen Situation bietet die Evangelisch-Presbyterianische Kirche in Ghana eine einzigartige Möglichkeit, eine Perspektive für ihre Zukunft zu entwickeln. Sie bekommen eine Basisausbildung und erlernen Fähigkeiten, um sich selbst zu ernähren.

„Die Gesellschaft bei uns ist in vielen Bereichen aufgeschlossener, moderner geworden“, meint Rita Etornam Ahadzi. „Aber wie wir mit jungen Frauen und Mädchen in großer Not umgehen – das ist nicht in Ordnung.“ Mädchen, die schwanger werden, müssen die Schule verlassen. Alleinstehende junge Mütter, die vom Vater des Kindes im Stich gelassen worden sind, werden häufig von der eigenen Familie ausgegrenzt. Andere Frauen haben zwar kein Kind, mussten aber auch ihren Schulbesuch frühzeitig abbrechen. Zum Beispiel, weil die Eltern das Schulgeld nicht mehr bezahlen konnten. Wenn eine Familie mehrere Kinder hat, und die Schulgebühren nicht für alle aufbringen kann, müssen in der Regel die Töchter zuerst zurückstecken.

Im Hoffmann Vocational Institute (Hoffmann-Berufsschule) finden diese Mädchen und Frauen eine Perspektive. „Die Einrichtung wurde bereits 1998 gegründet“, erzählt Rita Ahadzi, die Leiterin. „Brigitte Hoffmann, eine Wilhelmshavenerin, begleitete ihren Mann, der für drei Jahre die Entwicklungsabteilung der EP Church unterstützt hat. Sie hatte die Idee für dieses Zentrum und hat viele Spenden dafür in Deutschland eingeworben. Nach ihrem Tod haben wir die Einrichtung, die lange Jahre Activity-Centre hieß, in Hoffmann Vocational Institute umbenannt.“ Zum einen sollen hier die Defizite in der Schulausbildung ausgeglichen werden. Deshalb stehen Mathematik, Englisch und Sozialkunde auf dem Unterrichtsplan. Zum anderen erlernen die Schülerinnen praktische Fähigkeiten, um ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können. Dazu gehören unter anderem Nähen, Batiken und Kochen sowie Catering.

Ahadzi hat die Leitung der Einrichtung im April 2023 übernommen. Vorher hat sie als Lehrerin gearbeitet. „Die Ausbildung läuft über zwei Jahre“, erklärt die 52-Jährige. „Manche Schülerinnen sind nur ein Jahr bei uns und machen sich dann selbstständig. Nach zwei Jahren kann man ein staatliches Examen machen. Wir haben pro Jahrgang 15 bis 20 Teilnehmerinnen, das schwankt und verändert sich auch während des Jahres. Etwa 25 Prozent sind junge Mütter. Wenn sie merken, dass es doch nicht klappt, in der Familie eine Betreuung für ihre kleinen Kinder zu finden, brechen sie die Ausbildung ab.“

Neun Lehrerinnen und Lehrer sind zurzeit stundenweise auf Honorar angestellt. Sie bereiten die Schülerinnen auch auf die Prüfungen vor. Die Ergebnisse sind so gut, dass alle, die sich nicht selbstständig machen möchten, eine Stelle finden. Zu der Berufsschule gehört auch ein Hostel, wo diejenigen wohnen, die nicht aus Ho kommen. „Das würden wir aber gern in ein anderes Gebäude verlegen, das näher an der Schule liegt“, sagt Rita Ahadzi. „Aber dafür fehlen uns die finanziellen Mittel.“

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