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Wirksame Medikamente

Apotheke in Ho/Ghana: MP 2405

Die verlässliche Versorgung mit Medikamenten ist sehr wichtig, manchmal sogar überlebenswichtig. Die Evangelical Presbyterian Church Ghana hat daher zwei eigene Apotheken eingerichtet, eine davon in Ho.

„Ich habe meinen Traumberuf gefunden“, sagt Dr. Harrison Awuttey. „Ich bin mit Leib und Seele Apotheker.“ Seit Anfang 2023 leitet er die Apotheke in Ho. Gleichzeitig lehrt er auch an der Universität. „Das ist für mich im Moment die ideale Kombination“, meint Awuttey. „So kann ich auf der einen Seite Menschen helfen, die richtigen Medikamente zu finden und auf der anderen Seite für einen gut ausgebildeten Nachwuchs sorgen.“

Mit ihm arbeiten vier Apothekenhelferinnen und -helfer im Verkauf, der Beratung von Ratsuchenden und im Lager. Außerdem gibt es ein Labor, in dem vor allem Malaria-Tests durchgeführt werden. „Wir bieten den Kranken einen umfassenden Service an“, erläutert der Apotheker. „Wir führen Tests und Untersuchungen durch, für die man nicht Medizin studiert haben muss. Dann sorgen wir für die richtige Behandlung, indem wir die nötigen Medikamente bereitstellen. Und schließlich begleiten wir die Menschen für die Dauer ihrer Krankheit, das heißt, sie können jederzeit wiederkommen, und wir besprechen den Verlauf der Heilung oder individuelle Probleme, die sie vielleicht bei der Einnahme ihrer Medizin haben.“ Außerdem gibt es eine Kartei der Kundinnen und Kunden, in der die jeweiligen Krankengeschichten und Therapien eingetragen werden. So werden auch Wechselwirkungen von Medikamenten vermieden.

Besonders wichtig ist es, dass die Medikamente wirksam sind und geprüft werden. Die EP Church-Einrichtung hat langjährige Erfahrungen mit Großhändlern, die keine gestreckten oder anderweitig gefährlichen Arzneimittel verkaufen. „Die Apotheken tauschen sich auch untereinander aus“, erzählt Harrison Awuttey. „Wir bewerten unsere Bezugsquellen und haben ein Warnsystem aufgebaut, das andere Apotheken informiert, sollte doch einmal etwas nicht in Ordnung sein.“ Zu den Kunden gehören nicht nur Einzelpersonen, sondern auch die EP Church Gesundheitsstationen in Hatorgodo und Dzemeni. Außerdem ein Waisenhaus, dem der Apotheker einen Nachlass auf die Medikamentenpreise gewährt. „Wenn Menschen zu uns kommen, von denen wir wissen, dass sie wirklich arm sind, lassen wir uns etwas einfallen“, sagt Awuttey. „Sie können in Raten zahlen, wir lassen im Preis etwas nach oder verkaufen ihnen Generika. Das sind Medikamente, die den gleichen Wirkstoff haben wie solche, die einen bekannten Namen haben, aber deren Patentschutz abgelaufen ist.“

Die Apotheke hat im Durchschnitt 200 Kundinnen und Kunden am Tag. Sie leiden an Bluthochdruck, Diabetes, Anämie oder Malaria. In den meisten Fällen kann ihnen geholfen werden. Allerdings kommt es auch manchmal zu Lieferengpässen. Dann muss das Apothekenteam nach Ersatz suchen. „Aber wie ich gehört habe, kennt man das inzwischen ja auch in Deutschland“, sagt Harrison Awuttey.

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