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Schulgarten in Have/Togo: MP 2710

Nachhaltige Ernährung

Die Gemeinde im Dorf Have gehört zu den ärmsten, die die Evangelische Kirche in Togo (EEPT) betreut. Gerade hier zeigt sich, wie viel ein einzelnes Projekt bewirken kann.

Getragen wird die Arbeit von der Solidarité Chrétienne, der Abteilung für Soziale Unterstützung der EEPT. Geleitet wird sie seit November 2020 von Pastor Kodzo Vouke-Woledzi, der zugleich eine Gemeinde in Wonyomé bei Lomé betreut. Der Pastor wurde 1996 in den kirchlichen Dienst berufen und blickt auf eine lange Laufbahn zurück – unter anderem als Theologiedozent, Schulseelsorger und Distriktpastor. Als einer von vier Direktoren der Abteilung verantwortet er heute die Krankenhausseelsorge in den sieben Kirchenregionen und den Bereich der Armutsbekämpfung – mit zusammen mehr als 90 Mitarbeitenden. „Menschen in belastenden Situationen beizustehen und ihnen durch die Begleitung der Kirche echte Erleichterung zu verschaffen“, dazu fühlt er sich berufen.

An der Grundschule der presbyterianischen Kirche in Have ist mit Unterstützung der Solidarité Chrétienne ein Schulgarten entstanden. Angebaut werden Maniok und Gemüse wie Auberginen, dazu wurden Avocado- und Mangobäume sowie Papaya gepflanzt, deren Früchte später die Ernährung ergänzen. Der Garten hat einen doppelten Zweck: Er trägt zur Ernährung der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Familien bei und vermittelt den Kindern zugleich, warum der Schutz der Natur wichtig ist.

Damit das gelingt, wurden die Lehrkräfte in Workshops geschult. Im Unterricht zu Nachhaltigkeit schreiben sie mit den Kindern zum Beispiel Lieder und Gedichte über einen achtsamen Umgang mit der Natur. Vor allem aber packen die Kinder selbst an: Sie säen, pflanzen, gießen und pflegen Beete und junge Bäume mit großem Eifer – für viele ist die Gartenarbeit der Teil des Schultags, auf den sie sich am meisten freuen. So wird aus dem Nutzgarten zugleich ein Lernort.

Getragen wird das Projekt von vielen: Eltern engagieren sich ebenso wie der gesamte Kirchenkreis. Auch wenn die Armut im Dorf groß bleibt, dank der Solidarité Chrétienne muss hier inzwischen niemand mehr hungern. Und weil die Kinder mit so viel Einsatz bei der Sache sind, stecken sie nach und nach die Erwachsenen an: Der Gedanke, die Schöpfung zu bewahren, verbreitet sich über die Schule hinaus in die ganze Dorfgemeinschaft.

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