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Heilungszentrum in Dalave/Togo: MP 2702

Beistand in persönlichen Notlagen

In Dalave, südlich von Tsévié und rund 30 Kilometer von der togoischen Hauptstadt Lomé entfernt, betreibt die Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo (EEPT) ihr „Centre d'Accompagnement Spirituel" (Zentrum für seelsorgerische Begleitung). Die Menschen, die hierherkommen, bringen mit, was sich allein nicht mehr bewältigen lässt: die Folgen eines Unfalls, eine psychische Erkrankung, Sucht oder andere Lebenskrisen. (s.S. 16)

Seit September 2025 leitet Yawotse Dzifa Aki das Zentrum. Der 43-Jährige ist Theologe und hat sich zusätzlich psychologisch weitergebildet; beides braucht er hier täglich. Im Dienst der Kirche steht er seit 2009. Die Begleitung seiner Klient:innen leistet er bislang allein, nur sonntags während der Gottesdienste helfen ihm Mitglieder der Gemeindeleitung. Seine Aufgabe beschreibt er so: die Menschen empfangen, ihnen zuhören und ihnen helfen, eine Lösung für ihre Situation zu finden. Neben dem Gebet gehört dazu psychologischer Beistand. Den Schlüssel dazu, davon ist er überzeugt, tragen sie selbst in sich; ihn auffindbar zu machen, versteht er als seelsorgerische Arbeit. Was ihn trage, sagt Aki, sei zu sehen, wie Menschen erleichtert und von ihrem Leiden befreit werden.

Wer intensive Betreuung braucht, kann für eine Zeit in Dalave wohnen. Das Zentrum ist allerdings klein. Höchstens sieben Menschen finden gleichzeitig Platz, und auch das nur, wenn sich einige ein Zimmer teilen. Vier Zimmer stehen zur Verfügung, und schon jetzt liegen mehr als zehn Anfragen vor, die abgewiesen werden müssen. Wer aufgenommen wird, bleibt in der Regel vier Wochen; andere kehren alle zwei bis drei Wochen für ein Gespräch und ein gemeinsames Gebet zurück.

Rückhalt hat das Zentrum in der Gemeinde von Dalave. Deren rund 150 Mitglieder kümmern sich um den Unterhalt der Einrichtung, und aus ihren Spenden sind bereits erste Verbesserungen finanziert worden. Die Gebäude aber sind veraltet, und der Platz reicht nicht.

Für die Zukunft der Einrichtung wünscht sich Aki ein umzäuntes Gelände mit einem kleinen Kirchengebäude, mit weiteren Unterkünften und mit einer Ausstattung, die den Betrieb dauerhaft trägt. Dafür sind jedoch Spenden nötig, ohne die sich der Ausbau nicht stemmen lässt. Jeder zusätzliche Raum bedeutet, dass weniger Menschen abgewiesen werden müssen und dass mehr von ihnen erfahren, was Aki sich für jeden wünscht, der nach Dalave kommt: allen persönlichen Hürden zum Trotz inneren Frieden zu finden.

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