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Gesundheitsabteilung in Togo: MP 1703

Die Evangelische Kirche in Togo (EEPT) betreibt ein Krankenhaus und mehrere Gesundheitsstationen. Das ist für viele Menschen – besonders in abgelegenen Gegenden - die einzige Chance, sich behandeln zu lassen.

Dr. Prosper Kpegba ist seit einem Jahr Leiter der Gesundheitsabteilung der EEPT. „Mein Vorgänger war Chirurg am Bethesda-Krankenhaus am Agou-Berg“, erzählt er. „Dadurch hatte er praktisch überhaupt keine Zeit, diese Aufgabe wahrzunehmen. Ich habe also bei Null angefangen und mir erst einmal einen Überblick verschafft.“ Zuvor war der Gesundheitsfachmann bei internationalen Organisationen tätig, zuletzt im togoischen Gesundheitsministerium. Als erstes hat Dr. Kpegba eine Bestandsaufnahme gemacht und festgestellt, dass sowohl das Bethesda-Krankenhaus als auch die Gesundheitsstationen der Kirche kontinuierlich arbeiten, sich allerdings kaum austauschen und ihre Tätigkeiten nicht koordinieren.

„Ich habe mich im ersten Jahr bemüht, überall ein Verständnis dafür zu schaffen, dass sich die Einrichtungen als Teil des Gesundheitswesens der EEPT begreifen“, berichtet Prosper Kpegba. „Dann habe ich Fortbildungen organisiert, um den Behandlungsstandard zu erhöhen. Zum Teil konnte ich das selbst machen, zum Teil habe ich Fachleute dazu geholt.“Zurzeit ist der Gesundheitsfachmann dabei, die Organisation und Verwaltung der verschiedenen Einrichtungen zu verbessern: „Krankenhäuser und Gesundheitsstationen sind komplexe Institutionen. Da muss man ganz verschiedene Ebenen bedenken: Das fachliche Know-how, die Hygiene, das Miteinander der Angestellten, die Finanzen und dass sich die Patienten gut aufgehoben fühlen – das ist uns als Kirche ganz besonders wichtig.“

Entsprechend steht Dr. Kpegba als Berater zur Seite, damit die Budgets gut geplant werden und es eine wirkungsvolle interne und externe Kontrolle aller Bereiche der jeweiligen Einrichtungen gibt.Das Büro der Gesundheitsabteilung der EEPT ist im Gebäude der Kirchenleitung und –verwaltung in Lomé untergebracht. Neben dem Leiter ist ein weiterer Mitarbeiter dort  beschäftigt. „Laut Vertrag soll ich zwölf Tage im Monat arbeiten“, erzählt Kpegba. „Dafür bekomme ich ein kleines Honorar, mehr kann die Kirche nicht zahlen. In Wirklichkeit arbeite ich aber voll, es ist einfach so viel zu tun!“ Woher nimmt er diesen Idealismus? „Ganz einfach“, lautet die Antwort. „Ich bin Mitglied der EEPT. Das Gesundheitswesen bedeutet für mich Evangelisierung und Solidarität. Und die Arbeit macht Spaß - ich will mich engagieren und etwas Sinnvolles tun.“

Dass seine Vergütung so gering ist, mache ihm nichts aus, so Prosper Kpegba. Aber dass die Abteilung keine Möglichkeit habe, ein Auto zu nutzen – das sei ein großes Problem: „ Zum Beispiel die Gesundheitsstation in Kativou. Sie braucht dringend eine bessere Begleitung. Aber wie soll ich in dieses abgelegene Gebiet östlich von Notsé kommen? Auch mit anderen Einrichtungen kommuniziere ich vor allem per Mail und Telefon. Aber für eine realistische Beurteilung der Lage muss ich wenigstens ab und zu vor Ort sein.

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