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Krankenhaus-Seelsorge in Lomé/Togo: MP 2308

In Togo – wie in vielen afrikanischen Ländern – beschränken sich die staatlichen Krankenhäuser auf die reine medizinische Versorgung. Die Kirche versucht, die darüber hinaus gehenden der Nöte der Patientinnen und Patienten zu lindern.

Efako Ako hatte es nicht leicht im Leben. Schon jung Witwe und dadurch alleinerziehende Mutter von zwei Kindern geworden, arbeitet sie als Diakonin im Krankenhaus. Sie ist in Lomé, der Hauptstadt Togos, dem Universitätskrankenhaus „CHU Tokoin“ zugeordnet. Es ist mit über 3000 Betten das größte staatliche Hospital im Land.

„Für die Arbeit im Krankenhaus haben wir uns als Seelsorge-Team der EEPT drei Ziele gesetzt“, berichtet Ako. „Wir wollen die Kranken und das Personal begleiten, christliches Zeugnis ablegen und materielle Hilfe leisten.“ Die 57-Jährige, die auch ausgebildete Krankenschwester ist, identifiziert sich vollständig mit ihrer Arbeit. Und das medizinische Personal kennt ihren fachlichen Hintergrund und respektiert sie. Regelmäßig laden die Diakoninnen und Diakone die Kranken einer Abteilung, die ihr Bett verlassen können, zu einem gemeinsamen Termin in einen größeren Raum des Hospitals ein. Man stellt sich gegenseitig vor, kommt ins Gespräch, erfährt von den jeweiligen Sorgen und Problemen. Andere, die schwerer erkrankt sind, bekommen Besuch am Bett.

„Wir versuchen, die jeweilige persönliche Situation möglichst genau zu verstehen“, meint Efako Ako. „Haben die Betroffenen Hilfe von außen, also durch Familienangehörige? Sind sie in Not?“ Eine besonders hilfsbedürftige Zielgruppe sind alleinstehende junge Mütter. Eine andere sind Menschen, die an Tuberkulose oder HIV/Aids erkrankt sind. Sehr häufig kümmert sich dann niemand aus der Familie, weil die Krankheit schlecht angesehen ist oder aus Angst vor Ansteckung. Dann sind die Patientinnen und Patienten völlig allein. Das bestätigt die 28-jährige Yawa Agbeko, die einige Wochen mit Tuberkulose im Krankenhaus lag: „Ich war so traurig und am Ende total verzweifelt. Ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre, wenn sich das EEPT-Seelsorge-Team nicht um mich gekümmert hätte.“

Vor allem die materielle Hilfe ist sehr wichtig. Es fehlt an Medikamenten, Kleidung, Seife und Nahrung. Alles das stellt das Krankenhaus nicht. Wer keine Angehörigen hat, die sich verantwortlich fühlen, hat also existentielle Probleme. Das Seelsorge-Team hilft hier so viel wie möglich, doch der Etat ist begrenzt. Er reicht meist nicht, um alle Bedürftigen zu unterstützen.

„Außerdem sprechen wir mit den Menschen auch über ihre persönliche Situation, beten mit ihnen und laden sie zu Gottesdiensten im Krankenhaus ein“, erklärt die Diakonin. „Wir organisieren auch Chöre, die daran mitwirken. Und wenn die Kranken das Bett nicht verlassen können, halten wir die Andachten in den Zimmern. Dann singen die Chöre auf den Fluren. Natürlich immer mit den nötigen Corona-Vorsichtsmaßnahmen.“

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