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50 bis 70 Meter tief

Brunnen für Togo: MP 2404

Nur wenige Menschen haben in Togo Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dabei ist verschmutztes Wasser immer noch die Ursache für viele Krankheiten. Das will die Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo (EEPT) ändern.

Es gibt ein doppeltes Problem mit der Verfügbarkeit von Wasser in Afrika. Zum einen wird die Trinkwasserknappheit verschärft durch den Klimawandel. Die Bevölkerung leidet dadurch zunehmend an Dürren. Wasserstellen oder Bäche, die vor Jahren noch ganzjährig die Wasserversorgung eines Dorfes sicherstellten, trocknen aus. Dann gibt es außergewöhnlich hohe Niederschläge, Unwetter und Überschwemmungen, die zur Zerstörung von Häusern und Straßen führen.

„Zum anderen können wir aber auch das Problem haben, dass Wasser da ist, die Menschen aber keinen Zugang dazu haben“, so Pastor Joseph Ahlidja, Leiter der EEPT-Entwicklungsabteilung und damit auch zuständig für das Brunnenbau-Programm. „Oft kommen wir nur an Wasser, wenn wir Brunnen bohren.“ Viele Gemeinden wenden sich an ihn und stellen einen entsprechenden Antrag. Dann fährt er in das jeweilige Dorf und sieht sich die Situation vor Ort genau an. Ist ein Brunnen wirklich nötig oder gibt es eine andere Wasserstelle in erreichbarer Entfernung? Ist der Gemeindekirchenrat beteiligt und unterstützt das Vorhaben? „Außerdem ist ein Kriterium die Anzahl der Menschen, die von dem Brunnen profitieren werden“, sagt Ahlidja. „Es müssen mindestens 150 sein. Ich kann leider nicht alle Anträge bewilligen, weil wir nicht genug Geld für so viele Brunnen haben. Also muss ich eine Kosten-Nutzen-Abwägung vornehmen - so leid es mir oft auch tut.“ Schließlich müssen die Gemeinden unterschreiben, dass sie keinen Profit mit dem sauberen Wasser machen.

Kommt es dazu, dass ein Brunnen gebohrt wird, kann sich der Entwicklungsfachmann auf die gute Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Firma verlassen. „Als unser Brunnenprogramm gestartet ist, habe ich mich bei den zuständigen staatlichen Stellen erkundigt, welche Firmen Bohrungen durchführen“, erzählt er. „Dann habe ich verschiedene Kostenvoranschläge eingeholt und mit Geophysikern gesprochen. Jetzt arbeite ich schon lange mit einer Firma zusammen, die alles mitbringt, was ich brauche: das nötige Know-how, hohe Qualität, Verlässlichkeit und eine gute und transparente Preisgestaltung. Außerdem können sie sogar bis 125 Meter tief bohren. Meistens benötigt man 50 bis 70 Meter, aber man weiß ja nie.“

Die Brunnen mit Hand-, Solar- oder Elektropumpen sorgen für sauberes Wasser und damit für einen Rückgang von Krankheiten wie schweren Durchfällen oder Cholera. Besonders Kinder, die noch wenig Abwehrkräfte haben, erkranken häufig, weil sie schmutziges Wasser trinken. Ein Brunnen hat auch noch einen weiteren Effekt für die gesamte Entwicklung: Nur wenige Lehrerinnen und Lehrer sind bereit, in ein Dorf ohne Wasserversorgung zu ziehen. Als Folge sind die Schulen unterbesetzt, die Kinder erhalten zu wenig Unterricht. „Ein neuer Brunnen bedeutet also in vielerlei Hinsicht eine positive Veränderung“, freut sich Joseph Ahlidja.

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