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Ein Tropfen im Meer

Diakonie/Togo: MP 2406

Diakonie und Seelsorge sind für die Evangelische Kirche in Togo (EEPT) unverzichtbar. Mitarbeitende mit entsprechender Zusatzausbildung werden in Krankenhäusern, im Gefängnis und bei der Betreuung von alten Menschen eingesetzt.

Der Leiter dieses Arbeitsbereiches ist seit vielen Jahren Pastor Koffi Agbenyo Amedodji. „Ich habe an der Universität Straßburg Kommunikation und Praktische Theologie studiert“, erzählt er. „Dann habe ich nach dem Theologie-Studium noch eine diakonische Zusatzausbildung in Kamerun gemacht. Damit fühlte ich mich gut gewappnet. Und mittlerweile, nach so vielen Jahren in der praktischen Arbeit, weiß ich wirklich, was die Hilfe für Menschen in besonderen Lebenslagen bedeutet.“

Die Aufgabenstellung ist enorm, sein 18-köpfiges Team dafür allerdings eher klein. Die Betreuung von Patientinnen und Patienten im Krankenhaus nimmt bei weitem den größten Teil ein. Hier sind 15 Mitarbeitende tätig, vier von ihnen werden vom Staat bezahlt, elf von der EEPT. Das Team organisiert materielle Hilfe für Kranke, die keinen Kontakt zu ihren Angehörigen haben – entweder, weil diese zu weit entfernt wohnen, oder, weil sich die Familie vor Ansteckung fürchtet. Dann geht es um die Beschaffung von Hygiene-Artikeln, Medikamenten, Kleidung und Essen. Aber auch die pastorale Begleitung ist gefragt. „In einem größeren Raum des Krankenhauses bieten wir regelmäßig Andachten an“, erläutert Amedodji. „Aber wir besuchen auch die Menschen am Bett, die das möchten und nicht aufstehen können, und beten mit ihnen gemeinsam.“

Ein Mitarbeiter der Diakonie arbeitet im Gefängnis von Lomé. Er besucht die Gefangenen drei Mal in der Woche, lädt zu Gottesdiensten und Bibelarbeiten ein. „Persönliche Gespräche sind auch sehr wichtig“, meint der Leiter der Diakonie. „Es geht oft um die Schuld, die die Gefangenen auf sich geladen haben, aber immer auch darum, ihnen Mut zu machen und mit ihnen eine neue Perspektive zu entwickeln.“ Manchmal bekommt die Kirche Spenden in Form von Seife oder Lebensmitteln, die sie dann an die Gefangenen weitergibt. „Das ist allerdings nie genug, ein Tropfen im Meer wie es im Französischen heißt“, meint Koffi Amedodji. „Schließlich sind im Gefängnis von Lomé 1500 Menschen inhaftiert.“

Für die Arbeit mit alten Menschen ist eine Pastorin zuständig, die in den Kirchengemeinden Begegnungen organisiert, aber auch Hausbesuche macht bei Alten, die vereinsamt sind und Unterstützung brauchen.

Neue Aufgaben sind durch die Pandemie dazu gekommen. Pastor Amedodji hat Seminare entwickelt für Angehörige, die durch Corona jemanden verloren haben und für Menschen, die an Long Covid leiden. „Bei uns gibt es alle Umgangsweisen mit dieser Krankheit“, erzählt er. „Von der Negierung der Pandemie bis zur absoluten Panik. Das geht dann so weit, dass man sich aus Angst nicht von den Verstorbenen verabschiedet und auch der Beerdigung fernbleibt. Und im Nachhinein kommt man dann nicht damit klar. Da ist Seelsorge wirklich gefragt.“

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