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KP 2555/Ghana

Maniokanbau und –verarbeitung in Matse

Maniok, der lange Zeit nur als Grundnahrungsmittel galt, entwickelt sich zunehmend zu einer Nutzpflanze mit neuen industriellen Verwendungsmöglichkeiten. Auf der Africa Cassava Konferenz im Oktober 2023 in Abuja, Nigeria, wurde gezeigt, wie Maniok Investitionen anziehen und den Handel fördern kann.

Westafrika produziert 52% des Manioks auf dem Kontinent. Neue industrielle Verwendungsmöglichkeiten für dieses Grundnahrungsmittel schaffen Marktchancen, von Ethanol bis zu Stärke. Der Anteil Westafrikas am weltweiten Maniokhandel beträgt jedoch weniger als 1%. Das liegt vor allem daran, dass die Erzeuger nicht in der Lage sind, höhere Qualitätsstandards (z. B. für Mehl) einzuhalten oder eine angemessene Verpackung sicherzustellen. Das International Trade Centre (ITC), die African Union Commission und die Pan-African Quality Infrastructure (PAQI) arbeiten daher zusammen an der Schaffung von festen Standards und einer einheitlichen Qualitätskontrolle im Manioksektor.

In Matse, einem kleinen Dorf in Ghana, geht es noch darum, Ernährungssicherheit zu schaffen. Eine Gruppe von fünf Mitgliedern der evangelischen Gemeinde hat es sich zum Ziel gesetzt, die Probleme, die mit der hohen Inflation und steigenden Preisen entstehen, zu bekämpfen. Sie wollen Maniok anbauen. Die Ernte wird teilweise direkt verzehrt, aber ein Großteil soll zu Gari weiterverarbeitet werden. Gari ist ein Mehl, das aus den fermentierten Maniokknollen hergestellt wird. Es soll auch vermarktet werden um zusätzliches Einkommen zu schaffen.

Projekt:

Anbau und Verarbeitung von Maniok

Ort/Region: Matse / Volta Region

Durchführung: Projektkomitee der evangelischen Gemeinde

Kostenübersicht:

Maniokanbau: EUR 1.722,-

Gari Herstellung: EUR 1.211,-

Projektdurchführung und -begleitung: EUR 147,-

Gesamt: EUR 3.080,-