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Projekte
Wer kümmert sich um die Pflegenden, wenn diese selbst Pflege brauchen? Ihr Leben lang haben sich die alten Menschen in der afrikanischen Gesellschaft um andere gekümmert. Insbesondere die Frauen, denn sie gebären Kinder, erziehen diese und kümmern sich später auch oft um ihre Enkel. Gleichzeitig verändert sich die Gesellschaft und die Unterstützung für Alte bröckelt weg, so dass sie oft allein und in Armut leben.
Traditionell obliegt die Versorgung der Alten der jüngeren Generation. Es ist eine Sache des Respektes und der Dankbarkeit gegenüber seinen Ältesten. In den letzten Jahrzehnten haben sich die gesellschaftlichen Normen jedoch verändert. Vorwiegend in den ländlichen Gebieten wandern junge Erwachsene in die Städte oder ins Ausland ab, um dort Arbeit zu suchen. Oft lassen sie dabei ihre Kinder bei den Großeltern. Um sich und eventuell die Enkel zu ernähren, betreiben diese oft bis ins hohe Alter noch Landwirtschaft – ohne Unterstützung. Wenn alles gut geht, schicken die Kinder Geld für den Unterhalt, aber dies reicht selten aus. Sie selbst haben in vielen Fällen ihr ganzes Leben lang in Armut gelebt und nicht viel Geld sparen können. Eine staatliche Rente bekommen nur die wenigsten. Die harte Feldarbeit beschleunigt das Auftreten von gesundheitlichen Problemen in der älteren Generation.
Das soziale Netz, welches jahrhundertelang die Versorgung der Alten gewährleistet hat, trägt nicht mehr. Denn auch wenn die Kinder in der Stadt oder im Ausland gute Arbeit haben und sich um ihre Kinder kümmern, so bleiben die Alten doch allein zurück. Dann schicken die Kinder vielleicht die finanziellen Mittel, die gebraucht werden. Sie sind jedoch nicht vor Ort, um den Großeltern zur Hand zu gehen, ihnen im Haus zu helfen und sich um die medizinische Versorgung zu kümmern.
Die Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo hat dieses Problem gesehen, dem von offiziellen Stellen noch nicht genügend Bedeutung beigemessen wird. Sie hat ein Programm gestartet, das Menschen zwischen 55 und 90 Jahren zusammenbringt. Gemeinsam werden die Probleme jedes Einzelnen diskutiert, um Lösungen zu finden und Aufgaben zu verteilen. Alle steuern bei, was sie können. Einige sind noch fit und können anderen zur Hand gehen. Andere haben etwas Geld, aber brauchen Hilfe bei der Verrichtung der täglichen Arbeiten. Aufgaben werden verteilt, wie zum Beispiel Medikamente besorgen, einkaufen gehen usw. Und alle brauchen und bekommen einen sicheren Raum, in dem sie sich austauschen können, zusammen Lösungen entwickeln.
Ort/Region: Überregional
Durchführung: Evangelische Kirche in Togo
Kostenübersicht:
Workshops: EUR 720,-
Generationenübergreifende Treffen: EUR 1.920,-
Medikamente, Lebensmittel etc.: EUR 1.460,-
Projektdurchführung und-begleitung: EUR 900,-
Gesamt: EUR 5.000,-
Arbeit mit alten Menschen / Togo
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