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Projekte
Wie das vieler anderer afrikanischer Länder weist auch das togoische Gesundheitswesen noch große Lücken auf. So gibt es vor allem in ländlichen Gebieten nur selten Krankenhäuser oder ärztliches Fachpersonal. Die Menschen in diesen Gebieten verlassen sich oft auf traditionelle Heiler.
Auch fehlende finanzielle Mittel sind für einen Großteil der Menschen ein wichtiger Hinderungsgrund, einen Arzt aufzusuchen. Sie haben nur sehr wenig und gehen daher lieber zu einem traditionellen Heiler als zu einer teureren Krankenstation. Wenn, vor allem bei schwereren Erkrankungen, später klar wird, dass die traditionelle Behandlung nicht geholfen hat, ist nicht mehr genug Geld da, um in einem Krankenhaus behandelt zu werden. Diese Missstände versucht die togoische Regierung nach und nach auszuräumen. Schon seit mehreren Jahren gibt es eine staatliche Krankenversicherung, vor allem für Beamte. Nur wenig andere Menschen konnten sich bis jetzt die Beiträge leisten. Seit Juli 2022 gibt es eine gesetzliche Krankenversicherung für alle, bei der es auch eine Beitragsbefreiung für die Ärmsten gibt. Die Umsetzung und Eingliederung der vielen neuen Mitglieder läuft jedoch nur schleppend und wird noch lange dauern.
Noch immer stellen Krankenhäuser den Patientinnen und Patienten nur das Nötigste bereit. Oft schlafen sie mit Matratzen auf dem Boden und sind fast immer für die Versorgung mit Essen auf ihre Familien angewiesen. Doch nicht alle haben die Unterstützung einer Familie. Am CHU (Central Hospitalier Universitaire), dem größten Krankenhaus Togos, arbeitet Abra Efako Ako als Diakonin und betreut seelsorgerisch die Kranken. Bei ihrer Arbeit ist sie auf ein besonderes Problem gestoßen: Die Stigmatisierung von Menschen, die mit ansteckenden Krankheiten infiziert sind. Dies betrifft insbesondere Fälle von Tuberkulose oder HIV/Aids. Die Kranken werden gemieden und sich selbst überlassen. Seit nunmehr acht Jahren bekommt Abra Ako eine Unterstützung für ihre Arbeit durch Spenden an die Norddeutsche Mission. Nun sind die Mittel aufgebraucht. Außerdem hat sie ihre Hilfe auch auf andere Abteilungen des Krankenhauses ausgeweitet, denn die zunehmende Auflösung der afrikanischen Großfamilie führt dazu, dass immer mehr Kranke allein gelassen und auf sich selbst gestellt sind. Deshalb hat Abra Ako dringend darum gebeten, sie weiterhin zu unterstützen, damit sie diesen von allen verlassenen Menschen mit Nahrung und Medikamenten helfen kann.
Ort/Region: Lomé/Région Sud Maritime
Durchführung: Krankenhausseelsorgerin der EEPT
Kostenübersicht:
Nahrungsmittelhilfe: EUR 2.300,-
Medikamente: EUR 1.550,-
Krankenbetreuung: EUR 770,-
Projektdurchführung und –begleitung: EUR 230,-
Gesamt: EUR 4.850,-
Arbeit mit alten Menschen / Togo
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