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KP 2422/Togo

Brunnen für Togo

Es wurde schon viel geschrieben über die Notwendigkeit von sauberem Trinkwasser für die Bevölkerung. Wie stark es dazu beiträgt, die Anzahl der Infektionskrankheiten zu senken und, vor allem bei den unter fünfjährigen Kindern, Leben rettet. Dennoch gibt es auch viele negative Berichte über Brunnen, in die viel Geld gesteckt wurde und die dennoch nach wenigen Monaten nicht mehr genutzt wurden.

Brunnenbohrungen kosten vergleichsweise viel Geld, da sie immer von einer Spezialfirma mit besonderen Maschinen durchgeführt werden müssen. Häufig kommt es bei Sparmaßnahmen oder einer zu schnellen Umsetzung von spendenfinanzierten Projekten dazu, dass vorher keine ausreichenden Bodenuntersuchungen durchgeführt wurden. Dann wird unter Umständen an der falschen Stelle gebohrt oder das geförderte Wasser ist salzig und nicht als Trinkwasser geeignet. Ein weiteres Problem entsteht, wenn ein hochtechnischer Brunnen in einer Region gebaut wird, in der niemand ihn warten kann oder keine Ersatzteile erhältlich sind. Letztlich gibt es auch häufig Verteilungsschwierigkeiten. Wer darf über das geförderte Wasser bestimmen? Der Landeigentümer? Die lokalen Behörden? Die Gemeinschaft? Auch der Verkaufspreis des Wassers ist ein Faktor, können sich die Ärmsten Menschen das Wasser überhaupt leisten?

Die Mitarbeiter der Eglise Evangélique Presbytèrienne du Togo (EEPT) haben inzwischen langjährige Erfahrung mit der Errichtung und der Verwaltung von Brunnen. Vor jeder Brunnenbohrung wird durch eine ausführliche Erhebung festgestellt, welche Gemeinde am dringendsten einen Brunnen braucht. Dann wird durch eine vertrauenswürdige Firma, mit der die EEPT schon lange zusammenarbeitet, eine geophysikalische Studie durchgeführt, um festzustellen, wo die besten Trinkwasservorkommen sind und das Wasser von guter Qualität ist. Die EEPT errichtet die Brunnen immer auf einem Stück Land, das der Kirche gehört, die Eigentumsrechte sind also klar. Verkauft wird das Wasser für einen geringen Preis, der zwar die Instandhaltung der Anlage sicherstellt, es jedoch auch den Armen noch ermöglicht, sauberes Wasser zu erhalten. Auch gibt es Sonderkonditionen für diejenigen, die sich auch diesen kleinen Beitrag nicht leisten können. Organisiert und überwacht wird jeder Brunnen von einem Brunnen-Komitee, in dem die Dorfbevölkerung vertreten ist. Dieses kümmert sich um die Instandhaltung des Brunnens und der Pumpe und verwaltet die Gelder.

Durch Ihre Unterstützung haben bis jetzt schon 41 Gemeinden einen Brunnen bekommen und werden seitdem mit sauberem Trinkwasser versorgt. Viele weitere werden noch dringend benötigt.

Projekt:

Zugang zu sauberem Trinkwasser

Ort/Region: überregional

Durchführung: Projektkoordinator der Evangelischen Kirche

Kostenübersicht:

Die Kosten sind sehr unterschiedlich, da sie von der Tiefe des Grundwassers, der Beschaffenheit des Bodens und der Art der Pumpe abhängen.
Schon ab EUR 2.500,- kann ein einfacher Schachtbrunnen angelegt werden.