-
Projekte
Viele Eltern kennen es – die Kinder fragen, warum sie denn den Wasserhahn zudrehen sollen. Es macht doch so viel Spaß, mit dem Wasser zu spielen, und es scheint unendlich viel da zu sein. Viele Familien in Sub-Sahara Afrika erleben etwas ganz Anderes. Wasser zum Trinken und für den Haushalt ist schwer zu bekommen – jeder Tropfen ist wertvoll.
In vielen Ländern ist der Anschluss an die städtische Wasserversorgung noch immer eine Ausnahme. Und das nicht nur auf dem Land. Auch in den Städten haben viele Haushalte keinen Zugang zu fließendem Wasser. Sie müssen bei Brunnen in der Umgebung Wasser kaufen und dieses, über teilweise lange Strecken, in ihre Häuser transportieren. Dort steht es oft mehrere Tage in Behältern, bei hohen Temperaturen. Dies begünstigt das Wachstum von Keimen und bietet auch Moskitos einen idealen Platz zur Vermehrung. Die Folge ist eine zunehmende Verbreitung von Krankheiten wie Durchfallerkrankungen und Malaria, die noch immer jedes Jahr viele Leben fordern. Besonders Kinder unter fünf Jahren sind hier stark betroffen.
Kati ist eine kleine Stadt in Mali, nur etwa 15 km von der Hauptstadt Bamako entfernt. Hier haben Mitglieder der EEPT, die jetzt in Mali leben, zusammen mit lokalen Gläubigen eine evangelische Gemeinde gegründet. Sie haben ein Stück Land gekauft, auf dem ein Gemeindezentrum entstehen soll. Auch Kati ist nicht an die städtische Wasserversorgung angeschlossen, daher konnte die Kirche bis jetzt noch nicht mit dem Bau des geplanten Gemeindezentrums beginnen. Errichtet werden soll eine Kirche, eine Krankenstation, eine Schule, sowie ein Konferenzzentrum. So möchte die Kirche die Gemeinde vor Ort unterstützen und auch Arbeitsplätze schaffen. Für die Baumaßnahmen, sowie den Betrieb ist fließendes Wasser unerlässlich. Die Gemeindemitglieder baten uns daher um Unterstützung bei der Bohrung eines Brunnens. Auch die Menschen in der Umgebung werden die Möglichkeit haben – für ein kleines Entgelt, welches zur Erhaltung des Brunnens nötig ist – von diesem Brunnen Wasser zu holen. So müssen sie nicht mehr ganz so weit laufen und haben regelmäßig Zugang zu sauberem Trinkwasser. In der Folge wird weniger Wasser so lange gelagert, bis es ein Gesundheitsrisiko darstellt.
Ort/Region: Kati / Mali
Durchführung: Verwaltungskomitee der Gemeinde
Kostenübersicht:
Geophysikalische Untersuchung: EUR 260,-
Anlage des Brunnens: EUR 2.910,-
Wassertank: EUR 680,-
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 150,-
Gesamt: EUR 4.000,-
Arbeit mit alten Menschen / Togo
Unser neues Projektheft 2026 können Sie hier ansehen oder als pdf herunterladen.
Die Norddeutsche Mission stellt einen Spendenflyer für Aufforstungsprojekte in Ghana und Togo vor.
weiterlesen...
Die Norddeutsche Mission hat eine Frauenkonferenz durchgeführt, die das Thema „Sexualisierte Gewalt gegen Frauen" hatte.