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Projekte
In vielen Kulturen, aber insbesondere in Afrika, haben Behinderte mit zahlreichen Hürden und Hindernissen zu kämpfen. Oft werden sie aus der Gesellschaft ausgegrenzt, ihnen fehlt der Zugang zu den wichtigsten Einrichtungen wie Schulen und zum Arbeitsmarkt. Dank des zivilgesellschaftlichen Engagements verbessert sich die Situation langsam. Es bleibt jedoch noch viel zu tun, bis Menschen mit Einschränkungen gleiche Chancen haben.
Das Sehvermögen ist einer der wichtigsten Sinne für den Menschen. Es wird für ein unabhängiges Leben und Überleben gebraucht. Die höchste Belastung durch Sehprobleme ist in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu verzeichnen, insbesondere in Afrika südlich der Sahara. Bei einer Studie aus dem Jahr 2021 haben in Togo 19% der Frauen und 14% der Männer eine Sehbehinderung angegeben. Trotz dieses hohen Anteils der Bevölkerung sind national repräsentative Analysen zum Verständnis der Häufigkeit und der Einflussfaktoren von Sehproblemen selten. In Togo gilt eine Behinderung in vielen Gegenden noch als Fluch oder sie wird tabuisiert.
Wie über 180 Nationen hat auch Togo die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Konvention ist der Grundgedanke, dass Menschen mit Behinderung von Anfang an in die Mitte der Gesellschaft gehören. Der lange vorherrschende Gedanke der Integration, also der Eingliederung von Menschen mit Behinderung in die bestehenden Strukturen der Gesellschaft, wird nun durch Inklusion abgelöst. Im Rahmen der Inklusion ist die Individualität jedes einzelnen Menschen Normalität, und dementsprechend sind auch die gesellschaftlichen Strukturen, Einstellungen und Auffassungen von vornherein angelegt.
Diesen Grundsatz hat sich ein Gymnasium in Kpalimé schon vor Jahren zu eigen gemacht. Hier werden sehbehinderte Jugendliche im Klassenverbund mit normal Sehenden unterrichtet. Zusätzlich erhalten sie Mobilitätstrainings und andere Hilfen, um zu lernen auch mit ihrer Einschränkung im Alltag unabhängig zu sein. Sie verbleiben also innerhalb ihrer Gemeinschaft, werden nicht ausgegrenzt und sind sichtbar. Damit haben sie auch nach der Schule bessere Chancen auf ein normales, selbstbestimmtes Leben.
Ort/Region: Kpalimé / Région Sud - Ouest
Durchführung: Schulleitung des Collèges
Kostenübersicht:
Lehr- / Lernmittel: EUR 2.500,-
Schulgeld: EUR 1.150,-
Zuschuss zur Unterkunft und Verpflegung: EUR 1.110,-
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 240,-
Gesamt EUR 5.000,-
Arbeit mit alten Menschen / Togo
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