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KP 2424/Togo

Ingwer und Maniok-Anbau in Awazi-Kope

Ingwer hat unter anderem mit seiner Eigenschaft als pflanzliche Medizin, aber auch als Gewürz seit der Corona Krise in Togo stark an Bedeutung gewonnen. Die Nachfrage ist in die Höhe geschossen, so dass die lokale Produktion nicht ausreicht und jedes Jahr Ingwer importiert werden muss.

In Togo wird Ingwer im ganzen Land angebaut, wobei der Süden des Landes ertragreichere Ernten bringt, der Norden dafür aber einen schärferen Ingwer produziert. Forschende von ITRA (Togoisches Institut für Agrarwirtschaftliche Forschung) glauben, dass dies an der unterschiedlich intensiven Sonneneinstrahlung liegt. Um das Wachstum des Sektors zu fördern, ist in der Provinz Wawa die Errichtung einer Weiterverarbeitungsfabrik geplant, in der zum Beispiel Ingwerpulver hergestellt werden soll. Ein größerer Teil der Wertschöpfung findet im Land statt. Arbeitsplätze werden geschaffen und der Exportwert der Ware erhöht. Maniok ist in Togo neben Yams die wichtigste Wurzelfrucht. Gerade für die ärmere Bevölkerung ist sie eine erschwingliche Nahrungsquelle. Aus Maniok werden traditionell Fufu-Klöße hergestellt. Sie sind eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel in der Region. Die Knollen des Maniok-Strauchs enthalten viel Stärke und eignen sich hervorragend zur Zubereitung der Speisen. Ursprünglich stammt die Maniokpflanze jedoch nicht aus Afrika. Portugiesische Sklavenhändler haben sie vor rund 400 Jahren aus Südamerika an die damalige Goldküste gebracht. Durch die nomadischen oder halbnomadischen Viehhirten der Fulani ist sie schnell in ganz Westafrika verbreitet worden.

Auf den lokalen Märkten besteht eine große Nachfrage nach Maniok und Ingwer. Dies will sich eine Gruppe von Männern und Frauen in dem Dorf Awazi-Kope zu Nutze machen. Es ist ihr Ziel, mit dem Anbau beider Nutzpflanzen gegen die Armut und Arbeitslosigkeit unter den 60 Mitgliedern ihrer Gemeinde vorzugehen.

Projekt:

Armutsbekämpfung durch den Anbau von Ingwer und Maniok

Ort/Region: Awazi-Kope / Région Maritime

Durchführung: Verwaltungsrat der Gemeinde mit 60 Mitgliedern

Kostenübersicht:

Feldbestellung, Düngung, Bewässerung: EUR 740,-
Saatgut: EUR 1.850,-
Ernte und Vermarktung: EUR 340,-
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 315,-
Gesamt: EUR 3.245,-