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KP 2654 / Ghana

Maniokverarbeitung in Sokode Gbogame

In Sokode Gbogame, einer Kleinstadt westlich von Ho, ist vieles vorhanden: Infrastruktur wie Schulen und ein Krankenhaus. Doch wie in vielen Orten Ghanas bleibt jungen Erwachsenen oft der Weg in ein gesichertes Einkommen verschlossen. Rund 15 % der jungen Erwachsenen (15–35 Jahre) sind arbeitslos – sehr viel mehr als in der Gesamtbevölkerung. Es mangelt an Startkapital, an beruflichen Perspektiven – und am Zugang zu funktionierenden Wirtschaftsstrukturen.

Die Gemeinde der Evangelical Presbyterian Church Ghana (EPCG) möchte dem etwas entgegensetzen. Einige junge Erwachsene haben sich in der Initiative „Agbeli Habobor“ zusammengeschlossen. Ihr Plan: Maniok anbauen, ernten und zu Gari verarbeiten – einem in Ghana weit verbreiteten, haltbaren Grundnahrungsmittel, das aus geriebenem, fermentiertem und geröstetem Maniok besteht. Gari wird täglich in Haushalten verwendet und lässt sich gut verkaufen.

Das Projekt ist bewusst einfach gehalten – aber durchdacht: Ein Teil des Gewinns wird für neue Anpflanzung verwendet, ein Teil für den Lebensunterhalt der Familien. Überschüsse sollen langfristig in die soziale Arbeit der Gemeinde fließen. Sollte sich das Modell bewähren, ist eine Ausweitung auf Gemüseanbau vorgesehen.

Die Stärke des Projekts liegt in der Eigenverantwortung und der klaren Struktur. Es schafft Perspektiven – in einer Lebensphase, in der junge Menschen sonst oft auf sich allein gestellt bleiben.

Projekt:

Agbeli Habobor – Maniok-Anbau und Gari-Produktion

Ort/Region:

Sokode Gbogame, Ho Municipality

Durchführung:

EPCG / Agbeli Habobor Gruppe in Zusammenarbeit mit der Gemeinde

Kosten:

Werkzeuge, Maschinen: EUR 3.170,-

Projektdurchführung und –begleitung: EUR 159,-

Lokaler Beitrag: Landkauf, Stecklinge, Arbeitskraft

Gesamt: EUR 3.329,-


 

BU: Für die Herstellung von Gari muss der Maniok zunächst gerieben werden.