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Überschwemmung in der Volta-Region

Volta River Authority lässt Wasser aus dem Akosombo-Damm abfließen

Geöffnete Fluttore am Akosombo-Damm Author: ZSM This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Aufgrund starker Regenfälle im mittleren und nördlichen Teil Ghanas hat der Volta-Stausee eine kritische Höhe erreicht. Die maximale Füllhöhe liegt bei 227,5 Fuß (84,6 m), dieser Wert wurde erreicht. Aufgrund der anhaltenden Regenfälle und dem verstärkten Zustrom zum See hat der Betreiber, die Volta River Authority (VRA) daher seit Mitte September die Sperrtore geöffnet, um das überschüssige Wasser abzulassen. Viele Menschen haben ihr zu Hause verloren und sind obdachlos. Die EP Church leistet Hilfe, die NM hat dafür 4000 Euro bereit gestellt.

Da immer noch mehr Wasser zufließt als abgelassen werden kann, verschärft sich die Situation am Damm und im Überschwemmungsgebiet weiter. Ein zweiter Staudamm ist übergelaufen. Dies hat in großen Bereichen der Tongu-Distrikte in der Volta-Region zu verheerenden Folgen geführt. Ortschaften und Felder wurden überschwemmt, Häuser zerstört, Straßen sind unpassierbar, ein Krankenhaus wurde weitgehend geräumt. Schulen und öffentliche Einrichtungen bleiben vorerst geschlossen.

26.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, der Schaden geht in die Millionen. Die örtliche Gesundheitsbehörde Volta Regional Health Directorate befürchtet den Ausbruch von Krankheiten im Zusammenhang mit den Fluten und fordert die Regierung zu Unterstützung und sofortigen Hilfsmaßnahmen auf.

Auch die wirtschaftlichen Folgen sind gravierend, da viele Farmen zerstört wurden. Dies verstärkt die Krise, der sich Ghana schon seit einiger Zeit wegen heftiger Regenfälle und darauf folgender Überschwemmungen von der Nordost-Region bis Accra gegenübersieht.

Präsident Akuffo-Addo, der kürzlich von einem offiziellen USA-Besuch zurückkam, hat einen interministeriellen Ausschuss gebildet, mit dem er die Katastrophen-Region besuchte. Der Ausschuss soll die Schäden begutachten und Hilfsmaßnahmen für die betroffene Bevölkerung einleiten.

Eine lokale Betroffenengruppe kritisiert die Regierung und macht dem Betreiber VRA schwere Vorwürfe. Man hätte nicht genug Sorgfalt auf die Wartung des Damms und eine Vorbereitung auf solche Szenarien gelegt. Außerdem müssten die Verantwortlichen ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden.

Die EP Church engagiert sich bei den Hilfsmaßnahmen und hat bereits eine Hilfslieferung mit Trinkwasser, Mais und Kleidung in das betroffene Gebiet gebracht. Die Norddeutsche Mission hat dafür 4000 Euro bereit gestellt. Wenn auch Sie spenden möchten: Norddeutsche Mission, IBAN: DE45 2905 0101 0001 072727, Stichwort: Überschwemmung Ghana.

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