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Right Livelihood Award verliehen

Ghanaische Ärztin eine von vier Preisträger*innen

Der schwedisch-deutsche Publizist und Umweltaktivist Carl von Uexküll stiftete 1980 den auch als Alternativen Nobelpreis bekannten Right Livelihood Award. Seitdem wird dieser Preis alljährlich vor den eigentlichen Nobelpreis-Bekanntgaben verliehen. Das Ziel ist, Persönlichkeiten und Organisationen zu ehren, die sich mutig und entschlossen den gesellschaftlichen Problemen der Welt entgegenstellen. Dazu zählt die Stiftung vor allem den Kampf für Menschenrechte und Frieden sowie gegen Klimakrise und Umweltprobleme.

In diesem Jahr erhielt auch die ghanaische Ärztin Eunice Brookman-Amissah den Alternativen Nobelpreis. Sie engagiert sich seit Jahrzehnten für einen Zugang zu sicheren und legalen Schwangerschaftsabbrüchen.

Schwangerschaftsabbrüche sind in den meisten Ländern Afrikas illegal. Betroffene unverheiratete Schwangere sind enormen Belastungen und Ausgrenzungen ausgesetzt, oft dürfen schwangere Mädchen nicht mehr zur Schule gehen.

Im Sub-Sahara-Afrika werden jedes Jahr Millionen unsichere und damit auch lebensgefährliche Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen. Eunice Brookman-Amissah setzt sich dafür ein, dass Betroffene Zugang zu sicheren und legalen Abbrüchen bekommen. Dabei war die 1945 geborene Ärztin zunächst gegen Schwangerschaftsabbrüche. Aber dann erfuhr sie, dass eine ihrer Patientinnen an den Folgen einer unsicheren Abtreibung gestorben war, und sie konzentrierte sich fortan darauf, für die Möglichkeit zu sicheren Abbrüchen einzutreten. Mit ihrem Einsatz hat sie an vielen Orten Debatten angestoßen und den Weg zu Abtreibungsgesetzen geebnet.

Unter dem ehemaligen Präsidenten John Jerry Rawlings wurde sie 1996 Gesundheitsministerin und nutzte ihre Position, um nachhaltige Reformen im Gesundheitssektor Ghanas voranzutreiben. Unter anderem veranlasste sie die Gründung des Ghana Health Service, einer Behörde, die den Zugang zu Gesundheitsleistungen bis zu den lokalen Bereichen organisiert, einschließlich des Zugangs zu Schwangerschaftsabbrüchen.

»Ich bin dankbar, dass der Preis das Bewusstsein für das Problem der unsicheren Abtreibungen schärfen wird. Abtreibung bleibt auch im 21. Jahrhundert ein umstrittenes Thema«, sagte sie nach der Preisverleihung.

Eunice Brookman-Amissah ist die erste Preisträgerin des Alternativen Nobelpreises aus Ghana. Außer ihr wurden in diesem Jahr noch die Umweltschützerin Phyllis Omido aus Kenia, die kambodschanische Umweltaktivistengruppe Mother Nature Cambodia und die Hilfsorganisation SOS Méditerranée ausgezeichnet.

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