Deutschland gibt vier Kulturgüter aus dem Ethnologischen Museum in Berlin an Ghana zurück.
Es handelt sich um zwei Trommeln und zwei Hörner, an denen Schädel und Unterkiefer befestigt sind, wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mitteilte. Die Objekte gelangten im Zusammenhang der gewaltsamen Ausdehnung der deutschen Kolonialherrschaft in der westafrikanischen Volta-Region nach Deutschland. Der Stiftungsrat beschloss die Repatriierung der Objekte an das Volk der Akpini in Kpando im heutigen Ghana.
Bei den Artefakten handelt es sich um Insignien der damaligen Herrscher, an denen menschliche Gebeine befestigt sind, das macht die Rückgabe zu einem besonders sensiblen und bedeutenden Vorgang. „Gerade für menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten gilt: Sie haben in deutschen Kultureinrichtungen nichts zu suchen und bei Rückgaben oberste Priorität. Dafür werden sich mein Haus und ich auch in Zukunft einsetzen“, so Kulturstaatsminister Wolfram Weimer.
