Die 1973 gegründete Schweizer Fair-Trade-Firma Gebana will künftig direkt in Togo produzieren, um dort Schokolade in „Schweizer Qualität" herzustellen.
Gebana investiert 1,3 Mill. € in den Aufbau von Produktionskapazitäten im Land. Zwar werden 70% des weltweit gehandelten Kakaos in Westafrika angebaut, aber 22% werden vor Ort zu Kakaomasse verarbeitet. Dies möchten die Schweizer ändern, da eine vor Ort herstellte Tafel einen höheren Mehrwert hat als die Rohware. Vom Endpreis einer normalen Tafel Schokolade bleiben etwa 10% des Verkaufspreises im Land, bei der Gebana-Schokolade sollen es 50% sein.
Die ersten Vorarbeiten sind bereits abgeschlossen. In einer kleinen Testmanufaktur produziert das Tochterunternehmen Gebana-Togo in Lomé inzwischen rund zwei Tonnen Schokolade pro Jahr.
Ab 2027 ist vorgesehen, die Herstellung industriemäßig zu vergrößern. Damit sollen in der bio-zertifizierten Fabrik 30 neue Arbeitsplätze entstehen sowie Abnahmegarantien für 1000 weitere Bauernfamilien geschaffen werden.
Angestrebt wird bis 2030 eine jährliche Kapazität von 74 Tonnen Schokolade, rund 200 Tonnen Kakaomasse sowie je rund 20 Tonnen Kakaobutter und -pulver. Dabei ist nach Ansicht der Firma Qualität eine Frage der Technologie. Mit der gleichen Technologie und Schweizer Produktions-Know-how sei „Swiss Quality" auch in Togo herzustellen.
Damit wird Gebana Togo der größte Schokoladenhersteller in Togo sein. Togo produzierte im Zeitraum 2024/25 rund 24 000 t Kakao, das Nachbarland Ghana, zweitgrößter Produzent weltweit etwa 700 000 t.
