Erste Ergebnisse des im März 2026 gestarteten deutsch-ghanaischen Projekts zu den Nachwirkungen der Versklavung afrikanischer Menschen sind schon auf der Webseite der Norddeutschen Mission zu sehen. Texte, Lieder und Gedichte der ghanaischen Schüler:innen und Studierenden werden bald sichtbarer sein (https://www.norddeutschemission.de/informieren/echo-der-versklavung). Darüber hinaus gibt es konkrete Planungen zur Fortsetzung des Projekts.
Entwickelt wird zurzeit ein Konzept für ein gemeinsames Seminar der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und dem Peki College of Education in Ghana. Der Arbeitstitel des Seminars lautet: Church, Mission and Enslavement in Ghana. History and Repercussions. (Kirche, Mission und Versklavung in Ghana. Geschichte und Auswirkungen.) Dabei wird auch der „Freikauf“ von versklavten Kindern durch die Norddeutsche Missionsgesellschaft Thema sein. Dieses Seminar soll im nächsten Jahr von April bis Juli 2027 stattfinden. Grundsätzlich werden auch Interessierte teilnehmen können, die nicht studieren. Es wird Seminarsitzungen an den jeweiligen Orten in Präsenz geben sowie gemeinsame Online-Sitzungen. Die Kommunikationssprache ist Englisch. Nach einführenden Inputs und Texten zu den Verflechtungen von Kirche, Mission und Versklavung sollen kleinere Interviewprojekte jeweils vor Ort umgesetzt werden. Ziel der Veranstaltung ist neben dem Austausch unterschiedlicher Perspektiven auch die Frage danach, in welcher Weise das Thema heute in Kirchen thematisiert werden sollte und in welcher Weise historische Gerechtigkeit hergestellt werden muss und kann. Konkrete Informationen zum Seminar werden nach Abschluss der Planungen und einer gesicherten Finanzierung veröffentlicht.
Austausch zwischen Jugendlichen in Ghana und Deutschland
Gesucht werden noch Gruppen von Schüler:innen und Jugendlichen der Sekundarstufe II, die an einem Austausch mit Gleichaltrigen zu diesem Thema interessiert sind. Schüler:innen der Evangelical Presbyterian Church Mawuko Girls' Senior High School, Ho, laden herzlich dazu ein. Interessierte können sich gerne melden bei Dr. Katharina Hoffmann, Oldenburg: katharina.hoffmann[at]uni-oldenburg.de. Sie kann das Projekt und seine bisherigen Ergebnisse gerne vor Ort in der Region Bremen und Oldenburg vorstellen. In diesem Rahmen besteht gleichfalls die Möglichkeit, online ein direktes Gespräch mit ghanaischen Jugendlichen zu führen.
