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Angriff auf Pressefreiheit

Zwei Journalisten in Togo wegen angeblicher Verleumdung eines Ministers inhaftiert

Eine Journalistin und ein Journalist wurden in Lomé/Togo angeklagt und inhaftiert, nachdem sie in sozialen Netzwerken über den Einbruch bei einem Minister berichtet hatten.

Loïc Lawson, Publikationsleiter der Zeitung Flambeau des Démocrates, und Anani Sossou, freie Journalistin, wurden wegen „Verleumdung und Angriff auf die Ehre des Ministers und Anstiftung zur Revolte“ verhaftet. Sie hatten behauptet, dem Minister für Stadtplanung, Wohnungsbau und Bodenreform, Kodjo Adedze, wären umgerechnet rund 600 000,-€ aus seinem Haus gestohlen worden. Der Minister hatte den Einbruch bei der Polizei angezeigt und sich über die Berichterstattung beschwert.

Mittlerweile haben die beiden Angeklagten ihre Behauptungen zurückgezogen und erklärt, nach „umfangreichen Untersuchungen“ hätte sich ergeben, dass der genannte Betrag zu hoch geschätzt wurde.

Die Organisation Reporter ohne Grenzen und die Internationale Union der französischsprachigen Presse (UPF) haben die sofortige Freilassung der Journalisten gefordert. Lawson ist Präsident der togoischen Sektion von UPF.

Die UDF forderte weiter eine faire und transparente Behandlung der beiden Inhaftierten sowie die Sicherstellung von Pressefreiheit und des Rechts auf Information.

Schon im vergangenen März wurden zwei togoische Journalisten in Abwesenheit vom Obersten Gerichtshof in Lomé zu drei Jahren Haft wegen "Beleidigung der Autorität" und "Verbreitung falscher Informationen in sozialen Netzwerken" verurteilt. Auch bei diesem Prozess hatte u.a. Minister Adedze Beschwerde gegen die Angeklagten eingereicht.

 

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