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Schulstipendien/Ghana: MP 2301

Ein Ausschuss von qualifizierten Frauen und Männern entscheidet über die Vergabe der Stipendien.

Viele Eltern in Afrika haben das gleiche Problem. Sie müssen für ihre Kinder Schulgeld bezahlen und können es häufig nicht in voller Höhe oder für alle Kinder aufbringen. Die Evangelical Presbyterian Church, Ghana hilft daher mit zwei Stipendienfonds, damit mehr Schülerinnen und Schüler eine gute Ausbildung bekommen.



Eine ghanaische Familie hat meistens keinen großen finanziellen Spielraum. Häufig ist das Budget schon durch Ernährung und Kleidung aufgebraucht. Für eine längere Ausbildung für mehrere Kinder reicht das Geld dann nicht mehr. Pastor Dr. Lawson Dzanku ist in seiner Funktion als zweites theologisches Mitglied der EP Church-Kirchenleitung Vorstandsvorsitzender der beiden Stipendienfonds. „Es wäre fatal, wenn gute Schüler und Schülerinnen die Ausbildung abbrechen müssten, weil das Geld der Eltern nicht reicht“, sagt er. „In diesen Fällen können wir mit den Mitteln der beiden Fonds wirklich helfen.“



Der Stipendien-Fonds „Pro Education“ wurde von dem mittlerweile verstorbenen Dr. Ulrich Irle gegründet. Der Kinderarzt war nach seiner Pensionierung regelmäßig in Ghana, um dort in einem Krankenhaus zu arbeiten. Bei seinen Aufenthalten sah er, dass es für viele Familien nicht möglich ist, die Schulbildung ihrer Kinder zu finanzieren, und gründete den Fonds. „Pro Education“ ist für Jugendliche an weiterführenden Schulen gedacht.



Der „Schwabedissen-Fonds“ ist nach dem ehemaligen Leiter des Goethe-Instituts in Accra, der Hauptstadt Ghanas, benannt. Er vermachte einen Teil seines Erbes der Norddeutschen Mission mit der Auflage, einen Fonds zu gründen. Vom Zinsgewinn sollten Stipendien gewährt werden. In dem Vergabeausschuss sind zwei bis drei Personen aus dem Bildungsreich, ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin des Goethe-Instituts in Accra und Mitglieder der Kirchenleitung der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche in Ghana vertreten. Auch die Stipendien aus dem „Schwabedissen-Fonds“ gehen an Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen. Die Schulleitungen machen dem Vergabe-Ausschuss Vorschläge, welche Jugendlichen für die Förderung infrage kommen.



„Pro Quartal haben wir gut 128 junge Menschen unterstützen können“, berichtet Lawson Dzanku. „Es sind keine Riesen-Beträge, aber sie decken die Kosten für die Schuluniformen und die Schulbücher. Aber natürlich bekommen wir jedes Jahr mehr Anträge als wir bewilligen können.“



Seit einigen Jahren können auch Schülerinnen vom Activity-Centre in Ho Stipendien-Anträge stellen. Das Activity-Centre bietet jungen Frauen in einer schwierigen Lebenssituation wie alleinstehenden Müttern und Schulabbrecherinnen die Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen und verschiedene Fähigkeiten zu erlernen, um sich selbst zu ernähren. Das ist für sie eine einmalige Chance.

 

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