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Entwicklungsarbeit EPDRA South / Ghana: MP 2309

Eyram Oforiwaa Wordekpor (rechts) berät die Selbsthilfeinitiativen wie hier bei der Installation eines Regenwassertanks.

Die Entwicklungsabteilung der Evangelical Presbyterian Church, Ghana begleitet die Projekte der Kirche. So wird garantiert, dass die Vorhaben fachlich beraten sind.

Eyram Oforiwaa Wordekpor ist schon lange im Bereich Entwicklung tätig, bei EPDRA arbeitet sie seit sieben Jahren. „EPDRA bedeutet Evangelical Presbyterian Development and Relief Agency, also Evangelisch-Presbyterianische Entwicklungs- und Hilfsorganisation“, erklärt sie. „Organisatorisch ist diese Arbeit in zwei Regionen aufgeteilt.“ Zum Norden gehören die Orte Yendi, Saboba, Chereponi und Dambai. Dort sind Mitarbeitende stationiert, die sich um die jeweiligen Projekte kümmern. EPDRA South ist in Ho, wo auch die Kirchenleitung der EP Church sitzt. Hier werden die Projekte in der Volta-Region begleitet. Das Team besteht aus vier Mitarbeitenden. „Ich habe Personalentwicklung studiert, mich dann aber im Bereich Entwicklung fortgebildet“, berichtet die 37-jährige Wordekpor. „Das ist sehr spannend und unglaublich vielfältig.“

Die Projekte der EP Church reichen von Schaf- und Ziegenzucht, über Gemüseanbau zu Wiederaufforstung oder auch zum Bau eines Kindergartens. Die Mitarbeitenden aus dem EPDRA-Büro sind von Anfang an involviert. Sie beraten Gemeindegruppen, die ein Projekt starten wollen und überlegen mit diesen gemeinsam, ob das jeweilige Vorhaben an ihrem Ort sinnvoll ist. „So hat sich zum Beispiel eine Gruppe von Müttern an mich gewandt, weil ihre Kinder oft krank wurden und sie deshalb meinten, dringend eine Gesundheitsstation in ihrem Dorf zu brauchen“, erzählt Eyram Wordekpor. „Ich bin daraufhin in das Dorf gefahren und habe festgestellt, dass die Ursache für die Krankheiten unsauberes Wasser war. Dann haben wir dort die SODIS-Technik eingeführt, und die Kinder blieben gesund.“ SODIS ist von einer Schweizer Universität entwickelt worden. Dabei wird Wasser in PET-Flaschen gefüllt und einige Stunden in die Sonne gelegt. Durch die UV-Strahlung und die Wärme wird das Wasser von Keimen befreit und kann gefahrlos getrunken werden.

Die Projektverantwortlichen können jederzeit bei EPDRA anrufen, wenn sie Fragen oder Probleme haben. Bei landwirtschaftlichen Projekten geht es zum Beispiel darum, die richtige Anbaumethode für den jeweiligen Standort zu bestimmen. Im Anschluss an die Gespräche, sei es per Telefon oder vor Ort, schreiben die EPDRA-Beschäftigten Berichte, so dass der Fortgang der Projekte dokumentiert ist.  „Sehr wichtig ist es natürlich auch, dass wir transparent mit Geld umgehen“, meint Wordekpor. „Die Spenden für Projekte, die wir von der Norddeutschen Mission erhalten, zahlen wir den jeweiligen Projektverantwortlichen aus und lassen uns die Summe quittieren. Über die Geldverwendung wird dann ebenfalls genau Buch geführt. Allerdings muss unsere Arbeit auch finanziert werden, und die Projektgruppen können leider nichts zahlen.“

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