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Handwerkliche Ausbildung in Alavanyo/Ghana: MP 2307

In Alavanyo helfen die Auszubildenden des Bauhandwerks beim Bau einer Gesundheitsstation für die Schule mit.

Junge Menschen brauchen eine gute Berufsausbildung, um in der Arbeitswelt Fuß zu fassen – auch in Ghana. Daher betreibt die dortige Evangelisch-Presbyterianische Kirche ein Berufsausbildungszentrum, das seit vielen Jahren landesweit einen sehr guten Ruf hat.

Zwischen dem Volta-Stausee und der togoischen Grenze, nördlich der Provinzhauptstadt Ho, liegt Alavanyo. Hier gründete eine Selbsthilfe-Initiative 1973 eine Ausbildungseinrichtung. Sie wurde von der EP Church einige Jahre später übernommen und zu einer Berufsschule ausgebaut. Seitdem werden hier berufliche Kenntnisse in den Bereichen Schneiderei, Elektroinstallation, Hauswirtschaft, Schreinerei, Bauhandwerk und Sekretariat vermittelt.

Christian Kwame ist der Direktor der Einrichtung. „Wir haben gerade unser 40-jähriges Jubiläum gefeiert“, erzählt er. „Es ist spannend, zu sehen, wie die Anfänge waren und was sich alles daraus entwickelt hat.“ In jüngster Zeit sind es vor allem zwei Vorhaben, die den Leiter beschäftigen. Zum einen wurden auf dem Gelände mit finanzieller Hilfe der Waldenser Kirche zahlreiche betonierte Wege für Rollstuhlfahrerinnen und –fahrer angelegt. So können auch körperlich Beeinträchtigte an Kursen in Schneiderei, Sekretariat und Lederverarbeitung teilnehmen. Zum anderen wurde mit Unterstützung des Eine-Welt-Ladens in Detmold eine Gesundheitsstation gebaut. „Das war für uns insofern wichtig, weil es auch im Ort Alavanyo keinerlei medizinische Versorgungsmöglichkeit gibt“, berichtet Kwame. „Und nun steht die Einweihung der Station kurz bevor. Dann können unsere Schüler und Schülerinnen endlich sofort behandelt werden, wenn sie krank sind.“ Die Arbeiten wurden von den Teilnehmenden der Sparten Bauhandwerk und Elektroinstallation selbst gemacht. So wird die Ausbildung mit einem sehr konkreten Praxisanteil erweitert, und man kann gleichzeitig die Kosten reduzieren.

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler ist kontinuierlich gestiegen. Die Ausbildungsgänge sind mit dem Ziel einer höheren Flexibilität reformiert worden. Bei den Kursen, die über mehrere Jahre laufen, wird nicht nur das jeweilige praktische Wissen, sondern auch Englisch, Mathematik und Sozialwissenschaften vermittelt. Für die abgehenden Schülerinnen und Schüler sind die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt recht gut. Das bestätigen auch Eric Anibra und Ebenezer Odei. Die beiden 37-Jährigen haben 2002 ihre Berufsausbildung in Alavanyo gemacht. Odei ist mittlerweile Elektroinstallateur bei der „Electricity Company of Ghana“ in Ho, Anibra hatte den Zweig Bauhandwerk gewählt und leitet heute Bauprojekte im privaten Sektor in Accra. „Ich verdanke dem Berufsausbildungszentrum Alavanyo sehr viel“, sagt er. „Deshalb engagiere ich mich dort ehrenamtlich im Vorstand. So kann ich wenigstens etwas zurückgeben.“

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