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Kurze Geschichte der NM

Die Norddeutsche Mission (NM) wurde 1836 von lutherischen und reformierten Missionsvereinen in Hamburg gegründet. Ihr besonderes Profil: Sie wollte die Trennung der Kirchen in unterschiedliche Konfessionen überwinden.
Nach den ersten Aktivitäten in Neuseeland und Indien konzentrierte sie ihre Arbeit ab 1847 auf den Bereich des Siedlungsgebietes der Ewe in der damaligen Sklavenküste. Seit 1851 hat die NM ihren Sitz in Bremen und ist daher in Westafrika unter dem Namen „Bremen Mission“ bzw. „Mission de Brême“ bekannt.
Das Missionsgebiet wurde 1890 unter zwei Kolonialmächten aufgeteilt: An der britischen Goldküste war sie Fremd-, im deutschen Togo Nationalmission. Eingebunden in dieses koloniale Spannungsfeld, versuchte die Norddeutsche Mission ihren Weg zwischen den Fronten zu gehen. In Togo wahrte sie im Schulwesen die Unabhängigkeit gegenüber der Regierung, indem sie die einheimische Sprache Ewe der Kolonialsprache Deutsch vorzog. Sie strebte die Erhaltung der traditionellen einheimischen Strukturen an. Während die Mission unter ihrem Leiter Missionsinspektor Franz Michael Zahn (von 1862–1900) durch eine kolonialkritische Haltung auffiel, von der engagierte Eingaben im deutschen Parlament zeugen, vollzog sich unter dessen Nachfolger Schreiber (von 1900–1924) ein Kurswechsel hin zu einer unkritischen Haltung gegenüber der Kolonialmacht.
Im Ersten Weltkrieg wurde die Kolonie „Deutsch-Togoland“ von Franzosen und Briten erobert. 52 Mitarbeiter der NM wurden inhaftiert. Nach der Aufteilung in britisches und französisches Mandatsgebiet wurde die direkte Mitarbeit in den Gemeinden durch die Mission zunächst verboten. Ein enger Kontakt konnte durch die Zusammenarbeit mit ökumenischen Partnern nach Bremen aufrecht erhalten bleiben.
Die Ausweisung der deutschen Missionare war für die junge westafrikanische Kirche ein erster Schritt in die Selbstständigkeit. 1914 hatte sie etwa 11.000 Mitglieder, 14 Pastoren und 237 Religionslehrer.
Im Mai 1922 kamen einheimische Vertreter der Missionen in Kpalimé zu einer Synode zusammen. Die Versammlung erklärte den Zusammenschluss, die Selbstständigkeit und die Einheit der Gemeinden als die „Evangelische Ewe-Kirche“. Ihr Erster Leiter und Synodalsekretär wurde Pastor Robert Kwami.
Zwischen 1923 und 1939 konnte die Norddeutsche Missionsgesellschaft wieder Mitarbeiter entsenden. Der vorherige »Einbahn-Verkehr« von Deutschland nach Westafrika wich nach und nach einer geschwisterlichen Partnerschaft. Die 150 Vorträge des afrikanischen Synodalsekretärs Robert Kwami in 82 Orten in Norddeutschland waren kurz vor der Machtergreifung Hitlers von einer rassistischen Hetzkampagne der Nationalsozialisten in Oldenburg begleitet. Die sogenannte Kwami-Affäre sorgte nicht nur in Deutschland für Aufsehen, auch niederländische und Englische Tageszeitungen berichteten über dieses Präludium des Kirchenkampfes.
Nach der Unabhängigkeit Ghanas (1957) und Togos (1960) von den Kolonialmächten baten die dortigen Kirchen die Norddeutsche Mission um Hilfe. 1961 wurden Mitarbeiter, die aber nicht als Missionare auftraten, nach Togo und Ghana entsandt. 1980 schlossen sich die vier deutschen Kirchen vertraglich zu einem gemeinsamen Missionswerk zusammen. 2001 wurden in einer neuen Satzung die aus der Missionsarbeit entstandenen Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo und der Evangelical Presbyterian Church Ghana als gleichberechtigte Partner in die Norddeutsche Mission aufgenommen.

Zur Vertiefung haben wir Öffnet internen Link im aktuellen FensterChronologie der Norddeutschen Mission und eine ausführliche Darstellung der Öffnet internen Link im aktuellen FensterGeschichte der Norddeutschen Mission zusammengestellt.

Unsere Öffnet internen Link im aktuellen FensterAusstellung "Zeitgemäß: Das ist unsere Mission" beschreibt zentrale Aspekte unserer Geschichte und der gegenwärtígen Arbeit.

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