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03.01.2022

Bedrohung der ghanaischen Küste

Klimaanpassung auch im Küstenschutz dringend erforderlich

Nachdem Anfang November 2021 die ghanaische Küste, besonders das Gebiet um Keta in der Volta-Region, von verheerenden Flutwellen getroffen wurde, wird ein angepasster Küstenschutz immer dringlicher.

Schon seit Jahrzehnten nagt die Erosion an der Küstenlinie, nun verstärkt der ansteigende Meeresspiegel, verursacht durch den fortschreitenden Klimawandel, diesen Prozess in dramatischer  Weise.

Die Region um Keta ist besonders gefährdet, da die Stadt auf einem schmalen Küstenstreifen liegt, der das Meer von der Keta-Lagune trennt. Zwar wurde schon länger versucht, durch verschiedene Maßnahmen die Küste zu verstärken, doch sind diese bislang eher halbherzig oder, bedingt durch Regierungswechsel, überhaupt nicht weitergeführt worden.

Insgesamt sind nach einer UNESCO-Studie rund 37% der ghanaischen Küste von Erosion und Flutwellen bedroht. Dazu kommt, dass fast ein Viertel der Bevölkerung des Landes an der Küste lebt und dort 80% der Industrie angesiedelt ist. Auch die Offshore-Öl- und Gasproduktion Ghanas wird dadurch betroffen. Es müssen wirksame Schutzmaßnahmen eingeleitet werden, sonst sind die Menschen und die Wirtschaft existentiell gefährdet.

Die erforderlichen Summen von mehreren Milliarden Dollar kann Ghana nicht alleine aufbringen. Dafür sind eigentlich die internationalen Klimahilfen vorgesehen, zu denen sich die Industriestaaten bereit erklärt haben. Diese Hilfen werden jedoch zu 95% in Eindämmungsstrategien gegen den Klimawandel eingesetzt, also z.B. in den Ausbau erneuerbarer Energien. Anpassungsmaßnahmen wie beispielsweise der notwendige Küstenschutz in Ghana werden kaum unterstützt, da für die Investoren aus dem Ausland die Eindämmungsstrategien lukrativer sind.

Ghana selbst plant, bis 2030 über 10 Mrd. Dollar aus dem eigenen staatlichen Anpassungsprogramm in den Küstenschutz zu stecken. Damit soll auch das Keta-Küstenschutzprojekt weitergebaut werden.

Mit Hilfe von Buhnen und Wellenbrechern soll der Sandabtrag vermindert und die Brandungsströmung reduziert werden. Bislang war der vorhandene Schutz nicht ausreichend. Auch warten die von der letzten Flut betroffenen Menschen immer noch auf Unterstützung durch die Regierung.

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