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04.01.2022

Willkürliche Inhaftierung in Togo

Zwei regierungskritische Journalisten in Togo verhaftet

Amnesty International hat im Dezember, die "willkürliche Inhaftierung" von zwei regierungskritischen Journalisten aus Togo angeprangert, die wegen ihrer Äußerungen in einer im Internet verbreiteten Sendung festgenommen wurden, und ihre sofortige Freilassung gefordert. Ferdinand Ayité und Joël Egah, die Herausgeber der zweiwöchentlichen Zeitung L'Alternative und der Wochenzeitung Fraternité, waren am Freitag wegen "Verleumdung und Beleidigung der Autorität" in Haft genommen worden, nachdem zwei Minister Beschwerde eingelegt hatten. Ein dritter Journalist, der ebenfalls an der Sendung teilgenommen hatte, wurde vom Richter angehört und unter richterliche Aufsicht gestellt.

"Die willkürliche Inhaftierung der Journalisten Ferdinand Ayité und Joël Egah ist ein Verstoß gegen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung. Die Behörden versuchen, regierungskritische Stimmen zum Schweigen zu bringen", kritisierte Fabien Offner, Westafrika-Referent bei Amnesty International. Ihm zufolge wurden die beiden Journalisten "nur aufgrund von Äußerungen in der YouTube-Sendung ‚L'autre journal‘ inhaftiert", in denen sie "zwei Minister der aktuellen Regierung kritisierten". "Die Äußerungen dieser beiden Journalisten", so heißt es weiter, "sollten weder ihre Festnahme noch eine Strafverfolgung begründen."

In dem westafrikanischen Land werden Presseorgane regelmäßig von der Hohen Behörde für audiovisuelle Medien und Kommunikation (HAAC) suspendiert, wenn sie Kritik an der Regierung üben. L'Alternative und Fraternité sind regierungskritische Zeitungen. L'Alternative war im Februar 2021 von der HAAC für vier Monate suspendiert worden, in einer Angelegenheit, in die der derzeitige Minister für Stadtplanung Koffi Tsolenyanu verwickelt war. Im März 2020 war die Zeitung bereits nach einer Beschwerde des ehemaligen französischen Botschafters in Togo, Marc Vizy, zu einer zweimonatigen Suspendierung verurteilt worden.

Die Zeitung Fraternité wurde im März 2020 ebenfalls für zwei Monate suspendiert, nachdem sie in einem Artikel die Suspendierung von zwei anderen Zeitungen angeprangert hatte.

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