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14.05.2020

Einrichtung eines Corona-Nothilfefonds der Norddeutschen Mission – Ende der Klingelbeutel-Aktion

Im Moment arbeitet der Vorstand mit Hilfe der deutschen Mitgliedskirchen am Aufbau eines Nothilfefonds für die EPCG (Evangelical Presbyterian Church, Ghana) und EEPT (Eglise Evangélique Presbytérienne du Togo), damit Maßnahmen ergriffen werden können, die strukturell wirksam und nachhaltig hilfreich sind.


Für die vergangenen Wochen, in denen in den Mitgliedskirchen der Norddeutschen Mission nicht die üblichen Gemeindegottesdienste mit Kollektensammlungen gefeiert werden konnten, hatte die NM darum gebeten, den Betrag, der persönlich für den Klingelbeutel oder das Körbchen eingeplant gewesen wäre, unseren afrikanischen Mitgliedskirchen, der EEPT und der EPCG zukommen zu lassen.


So kamen 3475 Euro zusammen. Allen Geberinnen und Gebern einen herzlichen Dank.


Unseren Geschwistern in Ghana und in Togo war das ein unschätzbarer Wert an spürbarer Solidarität!
In Deutschland dürfen unter bestimmten Auflagen wieder Gottesdienste gefeiert werden. Reguläre Kollektensammlungen finden wieder statt. Damit endet die NM-Klingelbeutel-Aktion.


Hintergrund:

Pandemie – COVID-19 ist weltumspannend und grenzenlos
Für die westafrikanischen Mitgliedskirchen der Norddeutschen Mission in Ghana und Togo bedeutet das - trotz noch geringer offiziell verkündeter Infektionszahlen – eine Katastrophe. Die ernsten Fragen nach Schädigung der eigenen Existenz durch Beschränkung hier wandeln sich zu einer grundsätzlichen Überlebens-Frage dort.


In Togo und Ghana gibt es kein von der Regierung verantwortetes soziales Netz, das die Menschen im Notfall auffängt. Angesichts der Notlage wurden jetzt befristete Hilfsangebote etabliert, die Kirchen verteilen Mehl und Reis, wo die Not am größten ist. Aber, wie weit kann diese kirchliche Hilfe, die entscheidend zum Überleben beiträgt, reichen in Ländern, in denen die Kirchenstruktur nicht von einer Kirchensteuer getragen ist, sondern von den Kollekten und anderen Zuwendungen ihrer Gemeindeglieder? Wegen Corona sind Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen verboten. Die togoische Kirche ist nicht einmal mehr in der Lage, ihren Mitarbeitenden ihre mageren Gehälter zu zahlen.


In Ghana und Togo lebt auch ohne Corona bereits die Hälfte der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Das bedeutet, dass eine mehrköpfige Familie von einem Euro und siebzig Cent pro Tag leben muss. Selbst dieser Betrag kann in COVID-19-Zeiten wegen der verhängten Ausgangssperre nicht mehr erwirtschaftet werden. (Ein Brot in Togo kostet 40 Cent, ein Kilo Salat 46 Cent, ein Kilo Bananen 84 Cent.) Wer Tagelöhner ist, kann nicht mehr auf der Straße um Arbeit betteln und hat auch keine Reserven. Es lässt sich gut vorstellen, was das in einem Lockdown bedeutet.


Bobi Wine, ugandischer Politiker, der über die Landesgrenzen hinaus als Sänger bekannt ist, schrieb einen Song über Corona. Er beginnt mit einer schlechten Nachricht: „Jeder ist ein potenzielles Opfer“. Dann aber heißt es positiv und eine Zukunftsperspektive eröffnend: „Jeder kann auch eine Lösung sein.“


Beschränkungen und existenzielle Not: Wer weiß, in welchem Ausmaß Sie die Pandemie persönlich betrifft. Als Missionswerk versuchen wir, in diesen Zeiten gegen Hoffnungslosigkeit Zeichen zu setzen. Da, wo es nötig ist, mit Nahrung oder medizinischer Ausrüstung, damit das Leben siegt. In Togo und Ghana wollen wir helfen, weil die Not Horizonte überschreitet und keine Grenzen kennt. Wenn Sie uns darin Wegbegleiterin und Wegbegleiter sein wollen, freuen wir uns.


Die Norddeutsche Mission hat einen Nothilfefonds für Ghana und Togo eingerichtet. (Sparkasse in Bremen, SWIFT-BIC: SBREDE22, IBAN: DE45290501010001072727, Stichwort: Nothilfefonds)

Heike Jakubeit
Generalsekretärin der Norddeutschen Mission

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