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Renovierung der Grundschule in Kovié KP 2024/Togo

Grasdächer verrotten unter den tropischen Bedingungen sehr schnell und werden undicht.

In Afrika sind die Bildungschancen für Kinder weltweit am schlechtesten. Über ein Fünftel der Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren und ein Drittel im Alter von zwölf bis 14 Jahren gehen nicht zur Schule.

Mädchen sind besonders betroffen. Neun Millionen Mädchen im Alter von etwa sechs bis elf Jahren werden in Afrika nie eine Schule besuchen, bei den Jungen sind es sechs Millionen. Eine UNESCO-Studie aus dem Jahr 2012 ergab, dass die Zahl der Kinder im Grundschulalter, die in Afrika keine Schule besuchen, mehr als die Hälfte der weltweiten Gesamtzahl ausmacht. Und auch wenn Kinder die Möglichkeit des Besuchs einer Schule haben, bedeutet dies nicht, dass sie auch einen qualifizierten Unterricht erhalten. In Afrika südlich der Sahara sind nur etwa ein Viertel der Grundschullehrer ausgebildet. Bei den Lehrerinnen und Lehrern der weiterführenden Schulen ist die Lage etwas besser: Etwa 50 Prozent haben eine entsprechende Ausbildung. Oft fehlen auch die äußeren Rahmenbedingungen wie Schulgebäude, Schulmöbel oder auch Lehr- und Lernmaterialien (s.a. S. 29).

So auch in Kovié, einem kleinen Dorf im Süden Togos. Die Menschen leben hier von der Landwirtschaft und dem Kleinhandel. Die Straßen sind unbefestigt, in der Trockenzeit staubig und in der Regenzeit durch den Schlamm oft unpassierbar.

Im Dorf gibt es eine Evangelische Gemeinde, die sich für die Ausbildung der Kinder einsetzt. Schon vor Jahren wurde gemeinsam mit den Eltern eine Schule gebaut. Das einfache Gebäude mit Mauern aus Lehm und einem Grasdach hat eine lange Zeit den Kindern im Dorf den Schulbesuch ermöglicht. Heute werden dort 361 Schülerinnen und Schüler von sieben Lehrern unterrichtet. Infolge der hohen tropischen Temperaturen, der hohen Luftfeuchtigkeit und häufigen Unwettern sind die Mauern inzwischen beschädigt und das Grasdach verrottet und undicht. Während der Regenzeit fällt der Unterricht deshalb häufig aus. Die Schule muss dringend renoviert und insbesondere das Dach erneuert werden. Deshalb hat der Schuldirektor gemeinsam mit den Elternvertretern überlegt, was zu tun ist. Die Eltern sind bereit, aktiv an den Renovierungsarbeiten mitzuhelfen. Für den Kauf der Baumaterialien, insbesondere der Dachbleche, fehlt aber das Geld.

Auf einen Blick:

Projekt: Renovierung eines Schulgebäudes
Ort/Region: Kovié /Région Sud Maritime
Durchführung: Elternrat der Evangelischen Schule
Kostenübersicht:
Dachbleche: EUR 1.860,-
Dachstuhl: EUR 1.100,-
Baumaterialien: EUR 470,-
Schreinerarbeiten: EUR 630,-
Projektdurchführung und –begleitung: EUR 400,-
Gesamt: EUR 4.460,-