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Kochbananen, Taro und Maniok in Wome KP 2021/Togo

In Wome werden die Frauen und Männer das Feld mit Handhacken bestellen.

„Wie ist das Wetter in Togo?“ werden wir in der Norddeutschen Mission häufig gefragt, wenn wir über unsere Arbeit in dem westafrikanischen Land berichten. Darauf gibt es jedoch keine einfache Antwort, denn es hängt davon ab, wo man sich in dem mit 56.785 km² recht kleinen Land (BRD: 357.111 km²) befindet.

Togo ist zwar mit 50 bis 140 km in West-Ost-Richtung ein schmales Land, die Entfernung vom äußersten Norden bis zur Küste im Süden beträgt jedoch über 550 km. Dies hat Auswirkungen auf das Klima, denn damit liegt Togo in unterschiedlichen Klimazonen. Insgesamt ist das Klima ganzjährig tropisch-feucht mit durchschnittlichen Temperaturen von 30 °C im Norden und 27 °C im Süden. Die Regenzeiten bestimmen dabei die regional unterschiedlichen Niederschlagsmengen und Temperaturen. Vereinfacht dargestellt regnet es dort, wo die Sonne im Zenit steht. Da dies im Norden am Wendekreis nur einmal im Jahr geschieht, gibt es dort nur eine kurze Regenzeit von Mai bis Ende September. Und auch nur in dieser Zeit gibt es genügend Niederschläge, um die Vegetation wachsen zu lassen und Landwirtschaft zu betreiben.

Im Süden hingegen – in der Nähe des Äquators - steht die Sonne im Jahreslauf zweimal im Jahr im Zenit, und es kommt zu zwei Regenzeiten, von April bis Juni und von September bis November. Somit kann auch ganzjährig Landwirtschaft betrieben und je nach der Länge der Vegetationszeit der Pflanzen mehrmals geerntet werden.

Wome liegt im Süden Togos. Fruchtbarer Boden und zwei Regenzeiten ermöglichen gute Erträge in der Landwirtschaft. Eine gemischte Gruppe von Mitgliedern der Evangelischen Gemeinde möchte dies nutzen, um mit einem Gemeinschaftsprojekt ein zusätzliches Einkommen für den Unterhalt ihrer Familien zu erwirtschaften. Geplant ist der Anbau von Kochbananen, Taro und Maniok.

Kochbananen und Taro, eine krautige, großblättrige Pflanze, deren stärkehaltiger Wurzelstock genutzt wird, benötigen viel Feuchtigkeit und wachsen gut in der Region um Wome. Maniok, auch als Cassava bekannt, hingegen ist weniger anspruchsvoll und hat für die Bäuerinnen und Bauern zudem einen wesentlichen Vorteil. Die Ernte ist an keine bestimmte Erntezeit im Jahr gebunden. Deshalb können die Maniokknollen mehrere Jahre in der Erde gelassen werden, bis sie gebraucht werden.

Ein sieben Hektar großes Stück Land wurde der Gruppe für ihr Projekt von einem Mitglied der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt. Viele Arbeiten werden in Eigenleistung beigetragen, für die Kosten von Rodung, Pflanzgut, Transport und Bestellung des Feldes bittet die Gruppe jedoch um Unterstützung.

Auf einen Blick:

Projekt: Arbeit und Einkommen durch den Anbau von Kochbananen, Taro und Maniok
Ort/Region: Wome/Région Sud Ouest
Durchführung: Gemischte Gruppe der Evangelischen Gemeinde (20 Mitglieder)
Kostenübersicht:
Pflanzgut: EUR 1.720,-
Rodung, Bestellung: EUR 540,-
Transport, Ausrüstung: EUR 355,-
Projektdurchführung und –begleitung: EUR 295,-
Gesamt: 2.910,-