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Brunnen in Dodo Amanfrom KP 2056/Ghana

Wassertürme sorgen für einen gleichmäßigen Wasserdruck.

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist für viele Menschen in den Ländern südlich der Sahara noch keine Selbstverständlichkeit. Immer noch leiden und sterben Menschen an Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser verursacht und vermeidbar gewesen wären. Dazu gehören Typhus, Hepatitis A, Cholera, Durchfallerkrankungen sowie Wurmerkrankungen und bakterielle Augenentzündungen.

Nach einem Bericht der UN sterben jeden Tag fast 1000 Kinder unter fünf Jahren an Krankheiten, die auf den Mangel an sauberem Trinkwasser zurückzuführen sind. Die gesamte Weltbevölkerung mit sauberem und bezahlbarem Trinkwasser und adäquaten Toiletten zu versorgen, gehört zu den UN-Entwicklungszielen, die bis 2030 erreicht werden sollen.

Auch die Norddeutsche Mission hat sich in den letzten Jahrzehnten bei der Unterstützung von Brunnenprojekten engagiert. Eine Befragung der Menschen in den Dörfern, in denen erfolgreich Brunnen gebohrt wurden, ergab erstaunliche Ergebnisse: Die Gesundheitssituation der Menschen hatte sich wie erwartet wesentlich verbessert. Aber auch andere Faktoren wurden genannt. Die langen Wege zum Wasserholen fielen weg, die Frauen hatten deshalb mehr Zeit für andere Tätigkeiten, und die Kinder gingen regelmäßiger zur Schule. Es war zudem einfacher, Lehrer für die Schule zu finden, wenn ein Brunnen im Dorf war. Es kamen aber auch mehr Menschen aus den umliegenden Dörfern zum Markt, mit der Folge, dass auch die Einkommen im Dorf stiegen.

Dies sind Beispiele, wie wichtig der Zugang zu sauberem Wasser für die gesamte Entwicklung einer Region ist. In Dodo Amanfrom hat man dies erkannt. Es gibt viel zu wenige Brunnen im Dorf und die nächsten Wasserstellen sind weit entfernt. Die Mitglieder des Kirchenchores haben deshalb die Idee, einen Brunnen anzulegen. Um einen gleichmäßigen Wasserdruck zu gewährleisten, soll auch ein kleiner Wasserturm gebaut werden. Alle wollen bei den Arbeiten mithelfen. Der Brunnen muss allerdings von einer Fachfirma gebohrt werden. Dies kostet Geld, das die Mitglieder des Chores nicht selbst aufbringen können.

Auf einen Blick:

Projekt: Anlage eines Brunnens mit Pumpe und Wassertank
Ort/Region: Dodo Amanfrom /Northern Presbytery
Durchführung: Kirchenchor der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Bohrung des Brunnens: EUR 1.750,-
Wasserturm: EUR 1.670,-
Pumpe: EUR 1.015-
Projektdurchführung und –begleitung: EUR 450,-
Gesamt: EUR 4.885,-