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Ausstattung der E.P. Church Clinic in Waya KP 2055/Ghana

Das Gebäude ist schon fertig, nun fehlen noch das Mobiliar und die medizinischen Geräte.

Die Gesundheit der Menschen hat sich in Ghana in den letzten 30 Jahren merklich verbessert. Die Lebenserwartung bei der Geburt ist bis zum Jahr 2016 auf fast 64 Jahre gestiegen. Nach Angaben der  Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die Sterberate (Zahl der Todesfälle im Alter von 15 bis 60 Jahren) mit 250 pro 1.000 bei Männern und 217 bei Frauen deutlich unter dem Durchschnitt der anderen westafrikanischen Länder. Sie ist jedoch immer noch erheblich höher als der weltweite Durchschnitt von 190 bei Männern und 129 bei Frauen. Diese positive Entwicklung ist durch eine Erhöhung der staatlichen Ausgaben im Gesundheitssektor und auch durch die Arbeit von kirchlichen und nichtstaatlichen Organisationen begründet.

Neben Durchfallerkrankungen und Infektionen, wie zum Beispiel Masern ist Malaria, ist trotz vielfacher Anstrengungen immer noch eine der gefährlichsten Krankheiten in Ghana. Gerade bei Kindern unter fünf Jahren ist der von der Anopheles-Mücke übertragene Parasit die Ursache eines großen Teils aller Todesfälle. Dies ist umso erschreckender, da sich die Zahl der Toten leicht reduzieren ließe. Vorbeugung ist dabei das Schlüsselwort. Die Menschen müssen vor dem Stich der Mücke und so vor der Übertragung der Krankheit geschützt werden. Großflächige Feldversuche haben gezeigt, dass mit Moskitonetzen über dem Bett, die mit Insekten-tötenden Pyrethroiden (pflanzlichen Ölen) behandelt wurden, die Zahl der Todesfälle schnell um 30 Prozent gesenkt werden kann. Auch die Trockenlegung von Brutstätten der Mücken, wie zum Beispiel kleine Tümpel oder Pfützen, hat sich als effektiv erwiesen.

Trotz aller Präventivmaßnahmen im Gesundheitssektor ist die kurative Versorgung der Bevölkerung unerlässlich. In den Großstädten, allen voran in Accra, gibt es relativ gute Gesundheitseinrichtungen sowohl seitens des Staates als auch privater Akteure. Deutlich anders sieht es in ländlichen Gegenden aus, in denen es häufig gar keine Einrichtungen gibt und wo erkrankte Menschen teilweise auf die traditionelle afrikanische Medizin zurückgreifen müssen.

Dies trifft auch für das Dorf Waya am Fuße des Adaklu-Berges zu. Da dringend eine Gesundheitsstation benötigt wurde, hat eine Privatinitiative dort ein Gebäude für eine Clinic gebaut und diese in die Trägerschaft der E.P. Church übergeben. Allerdings kann noch nicht mit der Arbeit begonnen werden, da noch die Einrichtung fehlt. Die E.P. Church versucht zwar, Mobiliar und Ausstattungen, die in ihren anderen Gesundheitseinrichtungen nicht gebraucht werden, in Waya einzusetzen. Doch dies reicht bei weitem nicht aus. Deshalb hat sie um Unterstützung gebeten.

Auf einen Blick:

Projekt: Ausstattung einer Clinic mit medizinischen Geräten und Möbeln
Ort/Region: Waya/Ho-East Presbytery
Durchführung: Gesundheitskoordinator der E.P. Church
Kostenübersicht:
2 Entbindungsbetten: EUR 1.080,-
8 Kranken betten: EUR 2.150,-
4 Babybetten: EUR 910,-
Medizinische Geräte: EUR 505,-
projektdurchführung und –begleitung: EUR 245,-
Gesamt: EUR 4.890,-