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Holzschnitzerei-Projekt in Vakpo KP 1954/Ghana

Die Figuren werden in mühevoller Handarbeit geschnitzt.

Der kleine Ort Vakpo liegt in einer hügeligen Landschaft unweit des Volta-Stausees. In früheren Zeiten war diese Region eines der Haupt-Kakaoanbaugebiete Ghanas. Der Kakao war profitabel und brachte für die Menschen einen bescheidenen Wohlstand.

Die Produktion kam jedoch fast gänzlich zum Erliegen durch den Verfall der Weltmarktpreise für Kakao und durch hohe Ertragseinbußen nach dem Ausbruch einer Krankheit der Kakaopflanzen. Heute leben die Menschen daher überwiegend vom Anbau von Mais, Yams, Bohnen und Hirse zur Selbstversorgung.

Die in der Gegend noch weitgehend intakten Baumbestände führten außerdem zu der Ansiedlung von Holzschnitzern. Figuren, Masken und Kunstobjekte verschiedenster Art werden von ihnen gefertigt und zum überwiegenden Teil auf den Märkten und in den Läden von Accra, der Hauptstadt Ghanas, verkauft. Schon vor über zwanzig Jahren hatte sich eine Gruppe von Schnitzern mit der Bitte um Unterstützung an die Norddeutsche Mission gewandt. Ihr Problem war, dass jeder der Schnitzer den Einkauf von Holz, die Herstellung der Produkte und die Vermarktung selbst organisierte. Dies war einerseits sehr zeitaufwendig, andererseits waren die einzelnen Schnitzer von Händlern abhängig, die den größten Teil der Gewinne einsteckten. Mit Hilfe der Norddeutschen Mission wurde eine Kooperative gegründet und eine gemeinsame Schnitzereiwerkstatt gegründet. Das Projekt war sehr erfolgreich und auch heute noch - zwanzig Jahre danach - stellen Schnitzer in dieser Werkstatt ihre Kunstobjekte her.

21 Mitglieder des Chors der Evangelischen Gemeinde in Vakpo möchten an diesen Erfolg anknüpfen. Ihre Einkommen aus der Landwirtschaft oder dem Kleinhandel reichen nicht aus, um den Lebensunterhalt ihrer Familien zu decken. Da die Nachfrage nach Kunsthandwerk das Angebot überschreitet, möchten auch sie eine Schnitzereiwerkstatt eröffnen und Kunsthandwerk herstellen. Geplant sind der Bau und die Ausrüstung einer Gemeinschaftswerkstatt sowie die Einrichtung eines Fonds zum Kauf von Holz. Ein wesentlicher Aspekt des Projektes wird auch die Ausbildung von arbeitslosen Jugendlichen sein.

Doch um mit dem Projekt beginnen zu können, fehlt den Mitgliedern des Chors in Vakpo das Startkapital. Die Arbeitsleistung zum Bau der Werkstatt und das Land, auf dem die Werkstatt gebaut wird, kann die Gruppe selbst zur Verfügung stellen. Sie benötigt jedoch noch insgesamt EUR 2.310,- für Baumaterialien, Werkzeuge und das Startkapital zum Kauf von Holz.

Auf einen Blick:

Projekt: Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen für die Mitglieder eines Chors
Ort/Region: Vakpo/Western Presbytery
Durchführung: Verwaltungskomitee des Projekts
Kostenübersicht:
Baumaterialien, Dach: EUR 980,-
Werkzeuge: EUR 520,-
Startkapital zum Kauf von Holz: EUR 480,-
Ausbildung: EUR 110,-
Projektdurchführung und –begleitung: EUR 220,-
Gesamt: EUR 2.310,-