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Wiederaufforstung in Kabo – Kofe KP 1821/Togo

Teakbäume wachsen schnell, ihr Holz findet in der Herstellung von Möbeln Verwendung.

Noch vor nicht so langer Zeit war die Region um das Dorf Kabo – Kofe dicht bewaldet. Die Menschen lebten von den Erträgen ihrer Felder, die sie mit Brandrodung in den Wäldern anlegten. Die Asche der verbrannten Bäume düngte den Boden und sorgte für reiche Ernten.

Die Nährstoffe aus der Asche wurden jedoch schnell aus den nun ungeschützten Böden ausgewaschen, die Ernten gingen zurück, und die Bauern waren gezwungen, die Flächen aufzugeben und mehr Flächen zu roden, um neue Felder anzulegen.

Zudem stieg durch das Bevölkerungswachstum der Bedarf an Feuerholz. Außerdem ist in den Tropen mit den hohen Temperaturen und der während der Regenzeit sehr hohen Luftfeuchtigkeit die Lagerung von Lebensmitteln ein großes Problem. Kühlmöglichkeiten gibt es nicht, da nur die großen Städte über Elektrizität verfügen und die Menschen sich in Folge ihrer Armut auch keine Kühlschränke leisten könnten. Deshalb werden die Nahrungsmittel in der Regel morgens und abends frisch zubereitet und auf Holzfeuern gekocht.

Viele Bäume wurden zusätzlich gefällt, um Holzkohle herzustellen, die in die großen Städte im Süden verkauft wurde. Nach und nach verschwand der Regenwald. Heute zeugen nur noch einzelne Baumriesen von den damaligen Wäldern. Der fehlende Baumbestand und die damit geringere Beschattung des Bodens heizen den Boden auf. Der wertvolle Regen verdunstet schneller und steht den Pflanzen für ihr Wachstum nicht mehr zur Verfügung.

Hinzu kommen die Auswirkungen des Klimawandels. Heute sind die Niederschläge niedriger und unregelmäßiger. Die Bauern ernten weniger, manche Ernten fallen ganz aus.

Die 20 Mitglieder der Evangelischen Gemeinde in Kabo- Kofe möchten dieser, ihre Existenz bedrohende Entwicklung nicht tatenlos zusehen. Sie haben beschlossen, eine Fläche von fast 100 Hektar mit Teakbäumen wieder aufzuforsten. So soll das Mikroklima verbessert werden und der Verkauf des Holzes etwas zu dem Lebensunterhalt der Familien beisteuern. Alle wollen aktiv mitmachen, für den Kauf der Ausrüstung und die Setzlinge benötigen sie jedoch unsere Unterstützung.

Auf einen Blick:

Projekt: Klimaschutz sowie Einkommen für die Familien durch Wiederaufforstung
Ort/Region: Kabo- Kofe /Région Sud-Est
Durchführung: Verwaltungsrat der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Gartengeräte, Holzpflöcke: EUR 850,-
Setzlinge: EUR 2.300,-
Landbestellung, Pflanzung, Pflege: EUR 1.150,-
Projektdurchführung und –begleitung: EUR 215,-
Gesamt: EUR 4.515,-