Bau von drei Klassenräumen am Collège in Kara KP 1822/Togo

Das Collège braucht dringend ein eigenes Gebäude, denn die Kinder der benachbarten Grundschule stören immer wieder den Unterricht.

Der aus der Kolonialzeit stammende Einfluss Frankreichs auf Togo ist heute immer noch in vielen Bereichen präsent. Angefangen von dem Stangenweißbrot, den Baguettes, die überall auf den Straßen angeboten werden, bis zum Verwaltungs- und Schulsystem - vieles hat sich am französischen Vorbild orientiert.

In Togo gibt es eine allgemeine Schulpflicht. Trotzdem gehen nur 77 Prozent der Kinder zur Schule. Oft ist die nächste Schule so weit vom Dorf entfernt, dass sie nicht zu Fuß erreichbar ist, öffentliche Verkehrsmittel fehlen. Und obwohl die Grundschulen im Prinzip kostenlos sind, ist der Schulbesuch für die Kinder vieler armer Familien nicht erschwinglich. Denn Schuluniformen müssen gekauft und Hefte und Bücher bezahlt werden. Zudem werden immer wieder Sondergebühren für zum Beispiel Renovierungsarbeiten an den Gebäuden erhoben. Ein großes Problem ist auch die mangelnde Qualität des Unterrichts. Viele Klassen sind völlig überfüllt, 60 Kinder und mehr in einer Klasse sind keine Seltenheit. Das Personal ist oft nicht genug qualifiziert und überfordert.

So auch in Kara, der mit etwas über 100.000 Einwohnern drittgrößten Stadt Togos. Kara ist das Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum im Norden des Landes. Es gibt zwar einige Schulen, doch deren Kapazitäten reichen nicht aus, allen Kindern der rasch wachsenden Bevölkerung eine gute Ausbildung geben zu können. Deshalb hatte die Evangelische Kirche zunächst eine Grundschule in Kara gegründet, die gut angenommen wurde und als christliche Schule in der vom Islam dominierten Region auch von vielen muslimischen Kindern besucht wird.

Doch schon bald wurde deutlich, dass auch der Bedarf nach weiterführenden Schulen (Collèges) groß ist. Die Jungen und Mädchen der höheren Klassen wurden zunächst in einem Gebäude der Grundschule unterrichtet (s. S. 4). Dringend benötigt wird nun aber eine eigene Schule, um den jungen Menschen ein geeignetes Lernumfeld zu bieten. Dazu soll ein dreiklassiges Gebäude gebaut werden. Die Pläne sind fertig, und auch die Eltern unterstützen das Projekt aktiv. Doch die Mittel der Schule sind begrenzt, es fehlen noch EUR 4.800,-, um mit dem Bau beginnen zu können.

Auf einen Blick:

Projekt: Verbesserung der Ausbildung von Jugendlichen durch den Bau einer Schule
Ort/Region: Kara /Région du Nord
Durchführung: Elternrat der Evangelischen Schule
Kostenübersicht:
Fundament und Mauerwerk: EUR 2.495,-
Dachstuhl, Fenster und Türen: EUR 975,-
Dachbleche: EUR 1.100,-
Projektdurchführung und –begleitung: EUR 230,-
Gesamt: EUR 4.800,-