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Brunnen für Togo (KP 1726)

Das Wasser aus der Zisterne ist während der Trockenzeit die einzige Trinkwasserquelle der Menschen.

In Togo haben nur wenige Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Noch immer ist verschmutztes Wasser die Ursache einer Vielzahl von Krankheiten, besonders Kinder sind die Leidtragenden.

Guerinkouka ist ein gutes Beispiel für den extremen Mangel an gutem Trinkwasser. Guerinkouka ist eine Ansammlung von kleinen Dörfern im Nordwesten Togos, die weit verstreut liegen und nur durch Pisten miteinander verbunden sind. Die Gegend ist sehr trocken, nur während der dreimonatigen Regenzeit fällt genügend Niederschlag, um etwas Landwirtschaft betreiben zu können.

Trinkwasser finden die Menschen in kleinen Bächen, es gibt nur wenige Brunnen. Gegen Ende der Trockenzeit, wenn es neun Monate nicht mehr geregnet hat und alles Wasser verbraucht oder verdunstet ist, herrscht große Wasserknappheit. Das Dorf Sandado war in der Vergangenheit besonders hart betroffen. Über einen Zeitraum von drei Monaten im Jahr war im Umkreis von 10 km kein Trinkwasser zu finden. Die Menschen behalfen sich mit einer natürlichen Zisterne. In der Gegend befindet sich an der Bodenoberfläche häufig eine dicke Gesteinsschicht aus Laterit. Ihnen war aufgefallen, dass in einer Senke Oberflächenwasser durch einen Spalt versickerte. Sie begannen zu graben und erweiterten in mühevoller Handarbeit den Spalt zu einem Loch, durch das gerade noch ein Mensch passte. Sie gruben weiter, und als sie nach zwei Metern auf lockeres Gestein stießen, legten sie dort eine unterirdische Zisterne an.

Dort sammelten sie das Oberflächenwasser während der Regenzeit zum späteren Verbrauch. Allerdings war dieses Wasser durch Fäkalien freilaufender Tiere extrem verschmutzt, Mücken legten ihre Eier ab, es wimmelte von Mückenlarven im Wasser. Sie konnten zwar grob herausgefiltert werden, Bakterien wurden so aber nicht beseitigt. Abkochen war keine Lösung, da es kaum Feuerholz gibt. Mitarbeiterinnen der Evangelischen Kirche, die im Dorf ein Mutter-Kind-Programm durchführten, hatten festgestellt, dass gegen Ende der Trockenzeit die Zahl der Durchfallerkrankungen besonders unter Kindern deutlich anstieg. Auch Todesfälle waren zu beklagen.

Das Dorf benötigte dringend einen Brunnen. Mit der Unterstützung von vielen Spenderinnen und Spendern konnte die Norddeutsche Mission - wie auch schon in der Vergangenheit im Nachbardorf Toni - helfen und eine Brunnenbohrung finanzieren. Heute haben alle 210 Bewohner und Bewohnerinnen von Sandado endlich Zugang zu sauberem Wasser. Doch der Bedarf an weiteren Brunnen ist groß, und wir bitten dringend, dieses wichtige Programm weiter zu unterstützen.

Auf einen Blick:

Projekt: Verbesserung der Gesundheit durch Zugang zu sauberem Wasser
Ort/Region: überregional
Durchführung: Projektkoordinator der Evangelischen Kirche
Kostenübersicht:
Die Kosten sind sehr unterschiedlich, da sie von der Tiefe des Grundwassers, der Beschaffenheit des Bodens und der Art der Pumpe abhängen. Schon ab EUR 2.500,- kann ein einfacher Schachtbrunnen angelegt werden.