Ananas–Projekt des Kirchenchores in Ave-Dzalele (KP 1751)

Es herrscht eine rege Nachfrage nach Ananas, besonders im Süden in den großen Städten.

Auf dem Land in Ghana betreiben die meisten Menschen Subsistenz–Landwirtschaft, das heißt, sie produzieren die Nahrungsmittel, die sie zur Ernährung der Familie brauchen, selbst. Um Geld für die täglichen Ausgaben zu verdienen, müssen sie eine Verkaufsfrucht anbauen. Die Ananas eignet sich dafür hervorragend.

Die Ananas ist eine alte Kulturpflanze. Schon vor Jahrhunderten wurde sie von den Indios in Süd- und Mittelamerika angebaut. Mit der Kolonialisierung dieser Region verbreitete sich die Frucht schnell über die ganze Welt. Botanisch gehört die Ananas zur Familie der Bromeliengewächse. Die Pflanze bildet einen kurzen Stamm von ca. 35 cm, an dem rosettenförmig 60 – 80 schmale und spitz zulaufende, dicke Blätter sitzen, die an den Rändern meist stachelartig gezähnt sind. Die Wurzeln sind wenig ausgeprägt und dienen im Wesentlichen dazu, die Pflanze am Boden zu befestigen. Die Wasser- und Nährstoffaufnahme erfolgt zu einem großen Teil über die Blätter. An der Spitze des Stammes bildet sich aus den Blüten ein einziger Fruchtverband, die Ananasfrucht.

Weltweit gesehen stammt der größte Teil der Ananasproduktion aus Plantagen. Dieser Plantagenanbau hat leider große negative Effekte auf die Umwelt. In der Vergangenheit wurden riesige Flächen von Regenwäldern für die Anlage von Plantagen abgeholzt. Da das Wurzelwerk der Pflanzen nicht in der Lage ist, den Boden festzuhalten, ist Erosion ein großes Problem, und fruchtbarer Boden geht durch die tropischen Niederschläge für immer verloren. Das größte Problem ist jedoch der massive Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln, da sich die Pflanzen nur langsam entwickeln und ohne Unkrautbekämpfung schnell überwachsen werden. Auch in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft werden im Ananasanbau Herbizide eingesetzt, und der Verlust von Boden durch Erosion ist weit verbreitet.

Mitglieder des Kirchenchores in Ave-Dzalele, einem Dorf im Südosten Ghanas, haben sich intensiv mit der Problematik auseinander gesetzt. Um etwas gegen die Armut im Dorf zu unternehmen, möchten sie Ananas als Verkaufsfrucht anbauen. Dabei möchten sie aber die Umwelt und Gesundheit der Menschen nicht gefährden und den fruchtbaren Boden schützen. Eine ideale Lösung wäre der Anbau der Ananas unter Mulch. Organisches Material eignet sich zum Mulchen nur bedingt, da es sich im tropischen Klima zu schnell zersetzt, zudem kann der erforderliche Arbeitsaufwand von den Gruppenmitgliedern nicht geleistet werden. Deshalb soll der Boden nun mit Hilfe einer Kunststofffolie abgedeckt werden, eine Methode, die sich weltweit bewährt hat. Um mit dem Projekt beginnen zu können, bittet uns die Gruppe um Unterstützung.

Auf einen Blick:

Projekt: Arbeit und Einkommen durch den Anbau von Ananas
Ort/Region: Ave-Dzalele/Ho East Presbytery
Durchführung: Projektkomitee der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Feldbestellung und Vorbereitung: EUR 560,-
Schösslinge und Pflanzung: EUR 720,-
Mulchmaterial: EUR 410,-
Gartengeräte und Ausrüstung: EUR 620,-
Projektdurchführung und –begleitung: EUR 120,-
Gesamt: EUR 2.430,-