Selbsthilfeprojekt der Frauen in Agbalepedogan (KP 1624)

Die Herstellung von Seife, Reinigungsmitteln und Pomade ist leicht zu erlernen und wird den Frauen ein kleines Einkommen ermöglichen.

Die Internationale Arbeitsorganisation ILO (International Labour Organization) stellt in ihrem aktuellen Bericht „World Employment and Social Outlook – Trends 2015“ fest, dass sich das wirtschaftliche Wachstum auf der Welt in Zukunft verlangsamen wird, die Schere zwischen Reichtum und Armut immer weiter auseinander gehen und die Krisenanfälligkeit steigen wird. Dabei wird die Zahl der Arbeitslosen bis 2019 deutlich steigen, von derzeit 201 auf 212 Millionen.

Doch auch wer Arbeit hat, lebt nicht automatisch im Wohlstand. Weltweit hat mehr als die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung keinen Zugang zu sozialer Basisversorgung und menschenwürdiger Arbeit. Besonders davon betroffen sind Frauen.


In Agbalepedogan, einem Stadtteil der Hauptstadt Togos Lomé, zeigt sich diese Entwicklung besonders deutlich. Die Mehrzahl der Menschen hat keine bezahlte Beschäftigung und verdient seinen Lebensunterhalt durch Gelegenheitsjobs. Es gibt kein Sozialsystem, das die Ärmsten unterstützen könnte, jeder ist auf sich selbst gestellt. Schon 1977 wurde in Agbalepedogan eine Evangelische Gemeinde gegründet.

Aus den vielfältigen Gemeindeaktivitäten ging auch die Gruppe der „Jeunes Femmes“ (Junge Frauen) hervor, der heute 34 Frauen angehören. Sie treffen sich regelmäßig, tauschen sich aus und organisieren Fortbildungen zu Themen wie Gesundheit, richtige Ernährung oder Rechte der Frauen. Ein Hauptziel der Gruppe ist die Sozialarbeit in der Gemeinde und die Bekämpfung der Armut.
Sorge bereitet den Frauen die zunehmende Arbeitslosigkeit in ihrem Viertel und die mangelnde Perspektive insbesondere für junge Frauen. Nach vielen Diskussionen kamen die Frauen zu dem Entschluss, ein Projekt zu initiieren, das jungen Frauen Arbeit gibt, ihnen Fertigkeiten vermittelt und noch einen Überschuss erwirtschaftet, mit dem die Frauengruppe ihre weitere Sozialarbeit und Hilfe für die Ärmsten finanzieren kann.

Besonders dazu geeignet ist die Herstellung von Seife und Reinigungsmitteln. Die Grundstoffe sind lokal verfügbar, die Technik ist einfach und die Nachfrage im städtischen Umfeld auf den umliegenden Märkten groß. Allerdings fehlt der Gruppe das Startkapital, weshalb sie unsere Hilfe benötigt.

Auf einen Blick:

Projekt: Herstellung von Seife, Reinigungsmitteln und Pomade
Ort/Region: Agbalepedogan / Région Sud Maritime
Durchführung: Frauengruppe der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Grundstoffe für die Seifenproduktion: EUR 1.150,--
Grundstoffe für die Reinigungsmittel produktion: EUR 1.500,--
Töpfe, Flaschen, Ausrüstung: EUR 200,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 150,--
Gesamtbedarf: EUR 3.000,--