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Gemüse-Anbau in Kolo (KP 1625)

Durch die Bewässerung kann auch während der Trockenzeit, wenn sonst Mangel herrscht, Gemüse angebaut werden.

The Lancet (zu Deutsch „Die Lanzette“), eine der ältesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt, hat eine Studie mit erschreckenden Zahlen veröffentlicht: Demnach sterben weltweit mehr als drei Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag, weil sie nicht genug zu essen haben. Über 150 Millionen haben Wachstumsstörungen, was auf Mangelernährung zurückzuführen ist. Die Kinder bekommen zu wenig oder nicht ausgewogenes Essen mit einem Mangel an Vitaminen oder Mineralien wie Zink und Eisen.

Nicht nur ihre körperliche Entwicklung ist betroffen, Mangelernährung macht auch anfälliger für Infektionskrankheiten und schränkt die geistigen Fähigkeiten irreversibel ein. Der Studie zur Folge belaufen sich die durch Mangel- und Fehlernährung verursachten Kosten weltweit auf dreieinhalb Billionen Dollar jährlich - das sind etwa fünf Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.

Mangelernährung wird einerseits durch fehlendes Wissen der Menschen über gesunde Ernährung verursacht. Andererseits sind vitamin- und eiweißreiche Nahrungsmittel wie Gemüse oft nicht verfügbar. Dies trifft besonders auf tropische Regionen mit ausgeprägten Trocken- und Regenzeiten. Gemüse kann nur in der Regenzeit angebaut werden, wenn genügend Niederschläge fallen. Aufgrund der hohen Temperaturen und fehlender Konservierungsmöglichkeiten steht es dann nur während einer kurzen Zeit im Jahr zur Verfügung und fehlt für den Rest der Zeit.

Hier setzt das Projekt der Selbsthilfegruppe der Evangelischen Gemeinde in Kolo an. Die 13 Frauen und Männer haben sich überlegt, dass an dem Ufer des nahe gelegenen Flusslaufes gut ganzjährig Gemüse unter Bewässerung angebaut werden könnte, das dann jederzeit dem Dorf zur Verfügung stehen würde. Sie planen, die in der Region beliebtesten Gemüse Kohl und Okra (Gemüse-Eibisch) anzubauen. Dazu auch Ingwer und Peperoni, aus dessen Verkauf ein kleines zusätzliches Einkommen für die Gruppenmitglieder, aber auch für die Sozialarbeit in der Gemeinde erzielt werden kann. Die Kosten für die Ausrüstungen, die Pumpe und einen kleinen Schuppen für die sichere Lagerung der Materialien übersteigen die Möglichkeiten der Gruppe jedoch bei weitem.

Auf einen Blick:

Projekt: Anbau von Kohl, Okra, Ingwer und Peperoni
Ort/Region: Kolo / Région Sud Ouest
Durchführung: Gemischte Selbsthilfegruppe der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Werkzeuge, Gartengeräte: EUR 960,--
Pumpe und Schläuche: EUR 1.415,--
Lagerschuppen: EUR 1.300,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 185,--
Gesamtbedarf: EUR 3.860,--

PS: Mit der Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender konnte dieses Projekt inzwischen erfolgreich verwirklicht werden. Einen ganz herzlichen Dank an alle, die dabei mitgeholfen haben!

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