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Sojabohnen-Projekt (KP 1552)

Der geschwollene Bauch ist ein Zeichen für Fehlernährung, die insbesondere bei Kindern zu langfristigen Schädigungen führen kann.

Obwohl sich die Wirtschaft Ghanas in den letzten Jahren positiv entwickelt hat und ein stetiges Wirtschaftswachstum zu verzeichnen war, liegt das Land doch nach Schätzungen der Weltbank für 2014 beim Bruttoinlandsprodukt weltweit gerade einmal an 138. Stelle. Das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner ist ein wichtiger Indikator für den materiellen Wohlstand in einem Land oder einer Region. Er liegt in Ghana bei US$ 1.730,-. Zum Vergleich: Deutschland erreicht in diesem Ranking die 18. Stelle mit US$ 44.999,-.

Konkret bedeutet dies, dass Armut in dem westafrikanischen Land immer noch weit verbreitet ist. Viele Menschen leben von weniger als einem US-Dollar am Tag, und auch wer arbeitet, kann von dem geringen Lohn keine Familie ernähren. Deshalb betreiben fast alle Ghanaer und Ghanaerinnen nebenbei eine kleine Landwirtschaft. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn ein Lehrer nach der Arbeit in der Schule auch noch auf sein Feld geht, um Getreide und Gemüse zur Ernährung seiner Familie anzubauen. Dies ist jedoch nur in ländlichen Gebieten möglich, wo Anbauflächen zur Verfügung stehen und bezahlbar sind. In den städtischen Zentren ist Land knapp und teuer und somit ein Anbau zur Selbstversorgung nicht möglich. Deshalb sind die Familien gezwungen, beim Essen zu sparen. Billig sind stärkehaltige Nahrungsmittel aus Mais-, Maniok- oder Yams-Mehl; eiweiß- und vitaminhaltige Lebensmittel hingegen sind in den Städten für viele unerschwinglich. Dies führt zu einer einseitigen Fehlernährung mit weitreichenden Folgen für die Gesundheit der Menschen. Besonders bei Kindern kann Fehlernährung die körperliche und geistige Entwicklung irreversibel schädigen.

Zwei Initiativen in den Evangelischen Gemeinden Gomoa Budata und Amasaman im Großraum der Millionenstadt Accra möchten mit einem Soja-Projekt etwas zur Verbesserung der Ernährungssituation beitragen. Die eiweißreichen Bohnen sollen in Gomoa Budata angebaut und dann in Amasaman zu Kindernahrung, Brot und Sojamilch verarbeitet werden. Das Projekt wird sich nach einer Anlaufphase selbst tragen und einen kleinen Gewinn für die Gruppenmitglieder abwerfen. Das Startkapital können die Gruppen jedoch nicht selbst aufbringen.

Auf einen Blick:

Projekt: Anbau und Verarbeitung von Soja-Bohnen
Orte/Region: Gomoa Budata und Amasaman / West Volta Presbytery
Durchführung: Projektkomitees der Evangelischen Gemeinden
Kostenübersicht:
Anbau von Sojabohnen: EUR 1.080,--
Ausrüstungen: EUR 1.250,--
Gasofen: EUR 1.875,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 210,--
Gesamtbedarf: EUR 4.415,--

PS: Mit der Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender konnte dieses Projekt inzwischen erfolgreich verwirklicht werden. Einen ganz herzlichen Dank an alle, die dabei mitgeholfen haben!

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