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Grundschule in Agbazi (KP 1520)

In der Regenzeit fällt der Unterricht regelmäßig aus, da die Dächer undicht sind.

Agbazi ist ein Dorf wie viele andere im Südwesten Togos. Strohgedeckte Lehmhütten liegen verstreut an der unbefestigten Piste, die das Dorf mit der Provinzhauptstadt Kpalimé verbindet. Es gibt keinerlei Infrastruktur, weder fließendes Wasser noch Strom. Die wenigen Brunnen versiegen regelmäßig während der Trockenzeit. Die Frauen und Kinder, die traditionell den Transport von Wasser übernehmen, müssen dann viele Kilometer zu weiter entfernten Wasserstellen laufen, um die Familien mit Wasser zu versorgen. Läden oder Einkaufsmöglichkeiten sucht man hier vergebens. Das Notwendigste, was man zum Leben braucht, wird an kleinen Straßenständen feilgeboten. Alles andere muss in Kpalimé beschafft werden. Da niemand im Dorf ein Auto besitzt, sind die Einwohner von Agbazi auf die unregelmäßig fahrenden Busch-Taxis angewiesen. In der Regenzeit, wenn der Schlamm die Pisten unpassierbar macht, ist das Dorf oft über Wochen nur zu Fuß erreichbar. Dies ist besonders für die Menschen gefährlich, die krank werden, denn es gibt hier keinerlei medizinische Versorgung.

Die kleine evangelische Gemeinde in Agbazi hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebenssituation der Menschen zu verbessern. Die wesentliche Voraussetzung für jegliche Entwicklung ist Bildung. Deshalb wurde während der Gottesdienste für den Bau einer Schule gesammelt. Es hat lange gedauert, und viel ist aufgrund der Armut der Menschen nicht zusammengekommen. Doch es hat gereicht, um mehrere mit Stroh gedeckte Überdachungen zu errichten, unter denen heute über 150 Kinder unterrichtet werden. Mit der Zeit hat sich jedoch gezeigt, dass diese Überdachungen nur eine Notlösung sein können. Während der Regenzeit werden die Dächer oft undicht, sodass der Unterricht ausfallen muss. Zudem stören sich die Klassen ohne richtige Mauern gegenseitig, der Lärm und die Unruhe machen ein konzentriertes Arbeiten unmöglich. Durch Unwetter und schwere Stürme müssen die instabilen Konstruktionen immer wieder repariert werden. Deshalb soll nun ein solides Gebäude mit richtigen Mauern und einem Blechdach gebaut werden. Die Mitglieder der Gemeinde werden aktiv beim Bau helfen, die Kosten für die Baumaterialien können sie jedoch nicht aufbringen. Deshalb haben sie uns um Hilfe gebeten.

Auf einen Blick:

Projekt: Bau einer Grundschule mit drei Klassen
Ort/Region: Agbazi / Région Sud-Ouest
Durchführung: Verwaltungskomitee der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Steine, Zement EUR 2.065,--
Sand, Kies EUR 1.150,--
Bauholz EUR 590,--
Dachbleche EUR 775,-
Projektdurchführung und -begleitung EUR 229,--
Gesamt EUR 4.809,--

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Dieses Projekt konnte inzwischen mit der Unterstützung von Spenderinnen und Spendern verwirklicht werden. Einen ganz herzlichen Dank an alle, die dabei mitgeholfen haben!

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