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Gemüseanbau in Atsavé (KP 1522)

Viele junge Menschen finden nach der Beendigung der Schule keine Arbeit und müssen sich ihren Lebensunterhalt durch Straßenhandel verdienen.

In seiner Eröffnungsrede auf einer Tagung zum Thema Jugendarbeitslosigkeit brachte es Alioune Geúeye auf den Punkt: „Die jungen arbeitslosen Afrikaner, die an die zig-Millionen zählen, sind eine Bedrohung für die Stabilität des Kontinents. Nichts ist dramatischer, als zu sehen, wie Eltern ihre Kinder aufziehen und sie dann als Arbeitslose alt werden sehen. Das ist eine Zeitbombe, die entschärft werden muss." Alioune Geúeye ist ein Verantwortlicher des Netzwerks junger Führungskräfte aus Afrika und der Diaspora, das im Januar 2014 die Tagung zusammen mit dem Fonds der Vereinten Nationen für Bevölkerungsfragen (UNFPA ) und UNAIDS organisiert hatte. Geúeye brachte ein Beispiel aus seinem Heimatland: „Die Terroristen zielten auf die malische Jugend, die sich selbst überlassen ist. Und diese Jugend fand mit dem Terrorismus eine gut bezahlte Beschäftigung."

Diese Radikalisierung Jugendlicher begünstigt durch Arbeitslosigkeit ist ein Aspekt der Auswirkungen von Jugendarbeitslosigkeit, die heute in Afrika bei über 30 Prozent liegt. Ohne Hoffnung auf Arbeit verlassen viele Jugendliche ihre Dörfer auf der Suche nach einem besseren Leben in den Städten. Viele enden jedoch in Kriminalität, Prostitution und Verelendung. Zwar hat sich die Schulbildung in den afrikanischen Ländern erheblich verbessert - fast die Hälfte der Jugendlichen hat eine weiterführende Schule besucht - es fehlt jedoch besonders in den ländlichen Gebieten an ausreichenden Arbeitsplätzen.

Hier setzt das Projekt der Jugendgruppe in dem Dorf Atsavé im Südwesten Togos an. Die Gruppe möchte ein Feld pachten und dort Paprika anpflanzen. Die Ernte soll im Dorf und auch in der 50 km entfernten Hauptstadt Lomé verkauft werden. Da in der Trockenzeit ein besonders hoher Bedarf und eine große Nachfrage nach dem vitaminreichen Gemüse herrschen, soll unter Bewässerung angebaut werden. Weil die Jugendlichen das Anfangskapital für ihr Selbsthilfeprojekt nicht aufbringen können, brauchen sie jedoch Unterstützung.

BU: Viele junge Menschen finden nach der Beendigung der Schule keine Arbeit und müssen sich ihren Lebensunterhalt durch Straßenhandel verdienen.

Auf einen Blick:

Projekt: Bestellung eines Feldes und Anbau von Paprika unter Bewässerung
Ort/Region: Atsavé / Région Sud-Maritime
Durchführung: Jugendgruppe REHOBOTH der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Rodung und Bestellung des Feldes: EUR 350,--
Ausrüstung und Werkzeuge: EUR 1.635,--
Saatgut und Düngemittel: EUR 270,--
Transportkosten: EUR 37,-
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 114,--
Gesamtbedarf: EUR 2.406,--

 

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