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Ernährungssicherung in Ahepe (KP 1525)

In den großen Tonnen kann der Mais sicher gelagert werden.

Jedes Jahr werden über 2,6 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel wie Getreide, Ölsaaten und Hülsenfrüchte geerntet und auf dem Weg zum Verbraucher zwischengelagert. Es gibt keine verlässlichen Aussagen, wie viel davon durch unsachgemäße Lagerung ungenießbar wird. Schätzungen besagen jedoch, dass die Verluste durch mangelnde Trocknung und schlechte Lagermöglichkeiten über deutlich über 20 Prozent betragen, während sie in gut verwalteten Systemen bei unter 1 Prozent liegen. Angenommen man könnte die weltweiten Verluste von 20 auf 1 Prozent senken, dann könnten mit den 494 Millionen Tonnen zusätzlich zur Verfügung stehenden Nahrungsmitteln 1,35 Milliarden Menschen ernährt werden. Dafür müssten dann auch 247 Millionen Hektar Land nicht für die Landwirtschaft genutzt werden und stünden für die Wiederaufforstung im Kampf gegen den Klimawandel zur Verfügung. Riesige Mengen an Energie für die Herstellung von Dünger und die Bestellung der Felder könnten eingespart werden.

Diese hypothetische Rechnung zeigt, dass die Fokussierung allein auf Ertragssteigerungen bei der Frage der Ernährung der Weltbevölkerung nicht der richtige Weg ist. Die Vermeidung von Lagerverlusten ist gleichermaßen wichtig im Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen. Dies ist auch ein Ziel des Projektes zur Ernährungssicherung in Ahepe. Traditionell wird das Erntegut in strohgedeckten Behältern gelagert, die aus Ästen geflochten und dann mit Lehm verputzt werden. Diese Lager schützen das Getreide jedoch weder ausreichend vor Feuchtigkeit noch vor Insekten, Mäusen oder Ratten. Entsprechend hoch sind die Verluste.

Die Frauen in Ahepe möchten nun ein kleines Gebäude im Dorf anmieten, zur Erntezeit Getreide zu fairen Preisen aufkaufen, dieses sachgemäß trocknen und in fest verschlossenen Säcken und Tonnen lagern. Lagerprobleme gibt es auch beim Palmöl. Viele Bäuerinnen und Bauern besitzen nicht die notwendigen Kanister zur Aufbewahrung des von ihnen produzierten Palmöls. Deshalb sollen auch dafür Lagermöglichkeiten geschaffen werden. Über das Jahr werden diese für die Ernährung der Menschen im Dorf wichtigen Grundnahrungsmittel wieder mit einem kleinen Aufschlag verkauft. Der Gewinn wird zur Deckung der Lagerkosten genutzt werden und die Familien der Gruppenmitglieder unterstützen. Ein Drittel davon soll jedoch auch für soziale Projekte in der Gemeinde genutzt werden. Für das Startkapital brauchen die Frauen unsere Hilfe.

Auf einen Blick:

Projekt: Lagerung und Verkauf von Getreide und Palmöl
Ort/Region: Ahepe / Région Maritime
Durchführung: Frauengruppe der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Kauf von Getreide und Palmöl: EUR 2.500,--
Miete für das erste Jahr: EUR 770,--
Säcke, Tonnen, Kanister: etc. EUR 230,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 175,--
Gesamtbedarf: EUR 3.675,--

PS: Mit der Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender konnte dieses Projekt inzwischen erfolgreich verwirklicht werden. Einen ganz herzlichen Dank an alle, die dabei mitgeholfen haben!

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