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Pilzzucht in Tokoin - Centre (KP 1425)

Die Beutel, aus denen die Pilze wachsen, werden in speziellen Regalen gelagert und können so leicht geerntet werden.

"SOS-Action-Développement" (SOS-Aktion-Entwicklung) haben die Jugendlichen der Evangelischen Gemeinde Tokoin – Centre ihre Selbsthilfegruppe genannt. Sie wollen damit eine Antwort auf die großen Herausforderungen in ihrer Gemeinde geben. Fragt man sie nach den drängendsten Problemen, werden an erster Stelle Arbeitslosigkeit und Armut genannt.

Tokoin liegt im Zentrum von Lomé, der Hauptstadt  Togos. Es ist ein gemischtes Viertel. Massive Häuser und zusammengezimmerte Behausungen wechseln sich ab. Es gibt gut sortierte Läden aber auch Kleinhandel auf der Straße. Wer hier im städtischen Umfeld lebt, braucht Geld für seinen Lebensunterhalt. Nahrung kann nicht selbst angebaut, sondern muss gekauft werden. Miete, Wasser und Strom müssen bezahlt werden. Wer dann keine Arbeit hat oder nur durch Gelegenheitsjobs ein wenig Geld verdient, ist schnell von Armut und Hunger bedroht. Es gibt keine staatlichen Sozialsysteme, deshalb wenden sich viele in ihrer Not an die Christlichen Gemeinden mit der Bitte um Unterstützung.

So auch in der Evangelischen Gemeinde von Tokoin – Centre. Von dem Wenigen, was an Kollekten während der Gottesdienste gesammelt wurde, konnte in der Vergangenheit einigen geholfen werden. Doch der Bedarf übertrifft die Möglichkeit der Gemeinde bei weitem. Deshalb haben Jugendlich die Idee für ein Projekt entwickelt. Sie wollen mit einfachen Materialien ein kleines Gebäude mit Lager bauen und dort Pilze züchten. Der Erlös aus dem Verkauf soll in die Sozialarbeit der Gemeinde fließen. Die Technik der Pilzzucht ist einfach und kostengünstig. Man muss ein Substrat aus Sägemehl in Kunststoffbeutel füllen, sie mit den Sporen des Austerseitlings (Pleurotus ostreatus) impfen und die Beutel dann feucht und dunkel lagern. Die daraus wachsenden Pilze können über einen Zeitraum von drei Monaten geerntet werden, bevor die Beutel ersetzt werden müssen. Pilze sind in der togoischen Küche sehr begehrt. In über 75% der Familien in Togo werden regelmäßig Pilze gegessen. Deshalb herrscht eine große Nachfrage nach Pilzen. Die demzufolge hohen Preise versprechen ein gutes Einkommen für das Projekt.

Die Jugendlichen benötigen jedoch ein Startkapital von  EUR 4.790,-, das sie nicht selbst aufbringen können.

Auf einen Blick:

Projekt: Aufbau einer Pilzucht zur Unterstützung der Sozialarbeit in der Gemeinde
Ort/Region: Tokoin - Centre / Région Sud Maritime
Durchführung: Jugendgruppe der Evangelischen Gemeinde
Kostenübersicht:
Bau von 2 Schuppen und 1 Hütte: EUR 2.200,--
Ausrüstung und Werkzeuge: EUR 1.900,--
Ausbildung : EUR 460,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 230,--
Gesamtbedarf: EUR 4.790,--