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Hilfe für Kranke im Krankenhaus von Lomé (KP 1422)

Wer an einer ansteckenden Krankheit leidet, wird oft ausgegrenzt und sich selbst überlassen.

Die Tuberkulose (TB) gehört weltweit nach HIV/Aids zu den häufigsten Todesursachen bei Infektionskrankheiten von Erwachsenen. Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben pro Jahr über 2,1 Millionen Menschen an TB. Sie wird durch verschiedene Mykobakterien ausgelöst und per Tröpfcheninfektion übertragen. Besonders anfällig sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Deshalb ist die Tuberkulose auch unter HIV-Infizierten weit verbreitet. Etwa 13 Prozent der Menschen, die an Tuberkulose erkranken sind mit dem HI-Virus infiziert. Schätzungen besagen, dass letztendlich TB die Todesursache bei einem Drittel der Menschen ist, die in Folge einer HIV-Infektion sterben.

Tuberkulose ist heilbar. Allerdings muss zur Behandlung eine Kombination verschiedener Antibiotika über einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr eingenommen werden. Das bedeutet, dass die Behandlung langwierig und teuer ist. In Togo gibt es keine allgemeine Krankenversicherung. Wer zum Arzt geht oder sich in einem Krankenhaus behandeln lässt, muss alle Kosten selbst tragen. Traditionellerweise kümmern sich die Familien um die Kranken. Sie steuern zu den Kosten bei und versorgen auch diejenigen mit Nahrung, die sich in einem Krankenhaus behandeln lassen. Die meisten Krankenhäuser verfügen deshalb nicht über eine eigene Küche, sondern stellen lediglich Kochgelegenheiten für die Angehörigen bereit, die dort das Essen für die Kranken zubereiten.

Am CHU (Central Hospitalier Universitaire), dem größten Krankenhaus Togos, arbeitet Abra Efako Ako als Diakonin und betreut seelsorgerisch die Kranken (s.S. 4). Bei ihrer Arbeit ist sie auf ein besonderes Problem gestoßen: die Stigmatisierung von Menschen, die mit ansteckenden Krankheiten infiziert sind. Dies betrifft insbesondere Fälle von Tuberkulose oder HIV/Aids. Die Kranken werden gemieden und sich selbst überlassen. Dies ist auch innerhalb der Familien so, die dann ihre Angehörigen weder mit Nahrung versorgen noch zu den Kosten der Medikamente beisteuern. Abra Ako musste mit ansehen, wie viele im Krankenhaus unterversorgt waren und regelrecht verhungerten. Ihr kleines Budget reichte bei weitem nicht aus, um dem Bedarf gerecht zu werden. Deshalb hat sie uns gebeten, ihr einen Fonds zur Verfügung zu stellen, durch den sie diesen von allen verlassenen Menschen mit Nahrung und Medikamenten helfen kann. (siehe auch Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier)

Auf einen Blick:

Projekt: Sozialfonds zur Unterstützung von Kranken
Ort/Region: Lomé / Région Sud-Maritime
Durchführung: Krankenhausseelsorgerin der EEPT
Kostenübersicht:
Nahrungsmittelhilfe: EUR 2.290,--
Medikamente: EUR 1.530,--
Krankenbetreuung: EUR 760,--
Projektdurchführung und -begleitung: EUR 230,--
Gesamtbedarf: EUR 4.810,--